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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

BUCHVORSTELLUNG: Ausblicke auf die Küste im Jahre 2050

28.05.2008

FEDDERWARDERSIEL Wie sieht die Küste im Jahr 2050 aus? Mit dieser spannenden Frage beschäftigt sich ein neues Buch mit dem Titel „Zukunfts-Bilder. Die Niedersächsische Küste im Jahr 2050“. Verfasst hat es Frank Ahlhorn, der seit über zehn Jahren im Küstenschutz und Küstenzonenmanagement forscht.

Unterstützung bekam er von acht prominenten Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutz. Im Museum in Fedderwardersiel stellten Ahlhorn und drei weitere Mitverfasser das Werk rund 20 Zuhörern vor.

Gleich zu Beginn machten aber Peter Südbeck (Leiter der Nationalparkverwaltung), Dr. Michael Schirmer (Gewässerökologe Uni Bremen und Deichhauptmann des Bremischen Deichverbandes rechtes Weserufer) und Jens Enemark (Leiter des Wattenmeersekretariats) klar, dass ihre Beiträge rein spekulativ seien. „So wie wir es uns vorstellen, wird es sicher nicht kommen“, lautete der Tenor.

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Doch besonders der Klimawandel und seine Folgen beschäftigte sie. So sieht Michael Schirmer bei einer Deichschau Flamingos im Deichvorland, die verhindern, dass hier Klei zur so dringend notwendigen Deichverstärkung entnommen werden kann. Der Meeresspiegel steige um 15 Zentimeter pro Jahrzehnt und das Deichvorland sei durchweg „abgesoffen“. Durch Starkregen seien landwirtschaftliche Flächen nur durch Abpumpen noch brauchbar.

Im Jadebusen solle ein Gezeitenkraftwerk installiert werden und bald müsse ein Sperrwerk für die Wesermündung von Bremerhaven bis Blexen gebaut werden.

Peter Südbeck sieht neben negativen Auswirkungen auch eine Chance für die Region. Zwar werde seiner Utopie zufolge der Schlick vor der ostfriesischen Küste immer weniger, weil durch die stärkere Strömung und die größeren Wassermassen sich kein Sediment mehr absetze und die Wattengebiete immer sandiger würden. Aber es seien auch neue Wege im Naturschutz und Tourismus möglich, die den Menschen Vorteile brächten.

Der Schlick vor Butjadingens Küste könnte aber noch zunehmen. In den Randgebieten, wo das Wasser langsamer fließe, setzten sich Sedimente ab. Und das sei eventuell auch für Butjadingens Küste zu befürchten. Würde sich hiermit aber brauchbares Deichvorland entwickeln, komme es dem Küstenschutz zugute.

Ohnehin nahm der Küstenschutz einen großen Teil der Diskussion ein. Schirmer als Deichverbandsvorsteher in Bremen rechnet damit, dass wenn die anstehenden und wissenschaftlich geforderten Deicherhöhungen umgesetzt werden, „wir in Sicherheit sind bis zum Ende des Jahrhunderts und auch darüber hinaus“.

Er warnte aber: Eines Tages werde Küstenschutz eine knallharte Frage nach Kosten und Nutzen.

Für Butjadingen könne dies fatale Folgen haben, warnte auch Peter Südbeck. Zwischen Industriestandorten eingezwängt, könnte Butjadingen vielleicht geopfert werden.

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