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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren

NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bei Fisch kaum Neues seit der Altsteinzeit

07.07.2015

Hartwarderwurp Vor zehn Jahren ist der Nachbau eines bronzezeitlichen Hauses auf einer Wiese hinter der Hahnenknooper Mühle, unweit der Fundstelle, fertiggestellt worden. Grund genug für den Förderverein Bronzezeithaus, dieses Ereignis mit einem vielfältigen Aktionstag zu feiern.

Nicht gewichtige Reden standen bei der Feier im Vordergrund, vielmehr waren die Türen am Sonntag für alle Interessierten geöffnet. „Wir wollten alle Menschen einladen und für das Bronzezeithaus begeistern“, erklärte die Vorsitzende Evelin Ritter den Verzicht auf eine offizielle Jubiläumsfeier mit geladenen Gästen. Und es fühlten sich viele Besucher angesprochen von dem Aktionstag, bei dem der Eintritt frei war.

Brot und Kuchen

Aus dem Lehmbackofen dufteten zur Mittagszeit das Kleiebrot und danach der Butterkuchen, die den ganzen Tag zum Probieren einluden. Als besonderen Gast hatte sich der Verein einen aktiven Berufsfischer aus Schleswig eingeladen, der aber auch viel über die Entstehung der Fischerei und ihrer Gebrauchsgegenstände bis in die Altsteinzeit berichtete. Schon vor 10 000 Jahren wurden aus hauchdünnen Leinenfäden Netze mit dem sogenannten einfachen Schotsteg geknüpft.

„In der Fischerei gibt es kaum Innovationen. Die Pioniere und Erfinder der Netze, Angeln und Haken lebten schon in der Altsteinzeit. Seitdem haben sich die Gerätschaften nur in kleinen Details verändert“, erklärte Jörg Nadler, Museumsfischer auf der Schlei. Viele Besucher kannten ihn noch von seinem Auftritt bei den 500-Jahr-Feiern zur Schlacht an der Hartwarder Landwehr im April 2014.

Nadler hatte zwei rund 1,5 Kilogramm schwere frische Meerforellen mitgebracht, die zur Lachsfamilie gehören und deren Fleisch genauso aussieht. Mit Bronzemessern demonstrierte er das Filetieren des Fisches, denn diese Technik ist auch schon lange überliefert.

Schon immer wurden Fische gesalzen, geräuchert und getrocknet, um sie haltbar zu machen. Auch die Indianer Nordamerikas kannten schon diese Konservierungstechnik. Die Römer importierten getrockneten Stockfisch eigens aus Norwegen, und Angelhaken und Querhaken aus kleinen Knochen und mit einem Schwimmer waren schon in der Altsteinzeit in Gebrauch. Später wurden die Haken dann aus Bronze hergestellt.

Jörg Nadler hatte einen gegossenen Haken von 1200 vor Christus mitgebracht, der aus Griechenland stammt und einen kleinen Widderkopf zeigt mit einer zusätzlichen Vertiefung für die Angelschnur. Auch einen Einbaum aus Pappelholz hatte der Fischer dabei, den er aber nicht am Sieltief zu Wasser lassen konnte, weil das Ufer zu steil ist.

Dafür nutzte der Angelverein Stadland mit ein paar Jugendlichen die Gelegenheit, im Sieltief zu angeln und so die heutige Hobbyangelei zu demonstrieren.

Saitenhiebe spielen

Zwölf Gästeführer waren beim Aktionstag im Einsatz und betreuten den Kuchen- und den Bastelstand, wo Udo Marx mit Kindern Schwirrer, Schmuckstücke und Web- und Perlenarmbänder bastelte. Während der kurzen Schauer zog es die Besucher eher ins Bronzezeithaus, wo am Nachmittag die Ruhwarder Saitenhiebe aufspielten und Webermeisterin Martina Ressel am historischen Webstuhl Fragen rund um Wolle, Kleidung und deren Herstellung beantwortete.

Etwas zu der Ausgrabungsstelle am alten Sieltief, den Fundstücken und historischen Waffen, die dem Verein als Dauerleihgabe zur Verfügung stehen, erzählte Dr. Erwin Strahl vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven. Mit dem Natur-Infomobil reiste die Kreisjägerschaft an und zeigte seine zahlreichen Tierpräparate aus der heimischen Fauna.

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