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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Beim Holzschuhball gibt’s Regeln

21.05.2010

NEUENKOOP 60 Jahre Landjugend Neuenkoop: Kurz nach der Gründung der Niedersächsischen Landjugend 1950 gründete sich auf Initiative von Johann Harms am 5. Dezember auch schon der Ortsverband Neuenkoop.

Gleich bei der ersten Maifeier des Vereins 1951 kam es zu einem Unglück, wie Gründungsmitglied Dietrich Wefer sich erinnert: Die Deichsel der Kutsche, in der die Maikönigin Adda Harms (geborene Langhoop) und ihr Gefolge saßen, sei gebrochen und die Pferde gingen durch. Dabei habe sich Magda Cordes (geborene Poppe) den Fuß gebrochen. Seither wurde die Maikönigin nie wieder in einer Pferdekutsche transportiert.

60-jähriges Bestehen: Ein Anlass zum Schwelgen in Erinnerungen bei Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus. Mit dabei war auch Irina Cordes. Sie ist die Enkelin von Magda Cordes. „Die Mitgliedschaft in der Landjugend ist nach wie vor eine Tradition hier auf dem Lande“, erklärte sie. Traditionen und Kontakte zu pflegen ist – heute wie früher – ein wichtiger Aspekt bei den Mitgliedern. Ab dem 15. Lebensjahr können die Jugendlichen eintreten. Es werden Feiern organisiert und gemeinsame Ausflüge unternommen.

Adda Harms kam damals durch ihren Bruder, Gründungsmitglied Menno Langhoop, dazu. Gerne erinnern sich beide an die „Holzschuhbälle“ mit selbst gebranntem Rübenschnaps. Die Bälle waren meistens so überlaufen, dass die Tanzfläche nur im Wechsel für gerade und krumme Geburtsjahre freigegeben wurde, erinnern sich die Senioren. Viele Flüchtlinge, die auf den Höfen untergebracht waren, seien bei den Festen dabei gewesen. Außerdem war die Jugend nicht so mobil, weshalb vor Ort gefeiert wurde. Beliebter Treffpunkt war dabei die Gaststätte Struß, die später von der Tochter unter dem Namen Lohse weitergeführt wurde.

Es gab im Verein ebenso eine Theatergruppe, einen Gesangsverein, eine Volkstanzgruppe, den Biedermeiertanz und vieles mehr. Adda Harms erinnert sich auch, dass die Mitglieder früher nicht so schicke Sweatshirts hatten wie die Landjugend von heute, sondern einheitliche Halstücher.

Der Verein hat derzeit rund 130 Mitglieder, erklärte die Vorsitzende Silvia Voigt. Alle zwei bis drei Wochen trifft man sich zum Kinobesuch, zum Bowlen, Inlineskaten oder plant das nächste Treffen mit anderen Landjugendgruppen.

Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war die nächtliche Fahrrad-Rallye, die wiederholt wird. Dieses Jahr steht selbstverständlich das 60-jährige Bestehen im Vordergrund. Vom Landesverband wurde dazu zum Fotowettbewerb „60 Jahre Landjugend-Gemeinschaft verbindet“ aufgerufen.

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