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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Zwei Abende voller Geigen

06.10.2017

Berne Alle Violinsonaten von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann und Johannes Brahms an zwei festlichen Abenden: das bietet das neue Konzertkonzept, das sich die amerikanische Geigerin Ida Bieler und ihr australischer Pianopartner James Maddox für die kleine Konzertkirche am Warflether Deich vorgenommen haben.

Bieler, die Dreifach-Professorin (zeitgleich in Düsseldorf, Graz und Winston, USA), Echo-Klassik-Gewinnerin und Trägerin des Cannes Classical Award, und Maddox, Gründer und Leiter der Bonner Brahms-Tage, haben Warfleth schon wiederholt solo, gemeinsam und in anderen Formationen besucht. Das neue Vorhaben ist auf zwei Jahre angelegt, mit zwei dreiteiligen Konzerten, das zweite im Juni 2018, das erste jetzt: am Sonntag, 15. Oktober. Beginn ist um 17 Uhr.

Ein großer Wurf

Im Zentrum des Programms steht Schumanns „Große Sonate in d-Moll“. Mit seiner ersten Sonate war Schumann nicht wirklich zufrieden gewesen, urteilen die beiden Musiker. Mit der zweiten aber gelang ihm ein großer Wurf, groß in der Anlage – die Sonate dauert über eine halbe Stunde, groß im Reichtum der musikalischen Ideen, groß in der Aussage. Über Zweifel und Melancholie erhebt sich sonnig Freude und Zuversicht, die Sonate. Sie endet strahlend in schönstem Dur.

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Schon dem noch eher herben Beginn in Moll hören Kenner an, woher kompositorisch der Wind hier weht: Bach lugt allenthalben um die Ecke, Bach, der mit seinen sechs „Sonaten für Violine und obligates Cembalo“ (BWV 1014 bis 1019) ein neues Genre begründete, indem er als Erster die Noten des Tasteninstrumentes niederschrieb und so dessen Rolle als schlichtes Begleitwerkzeug umdefinierte zu der eines ebenbürtigen Partners.

Kreis schließt sich

Wo Bach und Schumann sind, da darf Brahms nicht fehlen, war er doch bekennender Bewunderer von beiden. Seine erste Violinsonate G-Dur komponierte Brahms auf einer Italienreise. Zwar nicht völlig ohne die bekannte brahmssche Nachdenklichkeit, doch durchströmt von inniger Glut, Entzücken und Heiterkeit, fährt sie da fort, wo Schumann endete.

Auch für Ida Bieler schließen sich jetzt Kreise. Schumanns „Große Sonate“ war das Pflichtstück für ihre Aufnahmeprüfung an der Juillard School New York. Sie spielte es so frisch, dass ihr Prüfer, der das Werk bis dahin nicht mochte, es fortan zu seinen Lieblingsstücken zählte. Und über Schumann fand sie wiederum Gefallen an Brahms, den sie in den Kreis ihrer Lieblingskomponisten aufnahm.

Karten (25 Euro, Schüler und Erwerbslose frei) unter berne-bringt@t-online.de oder www.reinhardrakow.de oder Telefon  04406 / 92 00 46).

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