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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Leitfaden für ahnungslose Eltern

10.09.2018

Berne Als Mutter zweier Teenager hoffe sie, etwas zu lernen und vielleicht am Ende der Veranstaltung eine Selbsthilfegruppe gründen zu können, scherzte Ramona Kruse bei der Ankündigung des Gastes, der am Samstag für jede Menge Vergnügen auf der Bühne der Kulturmühle sorgte.

Eine große Freude war es der Programmchefin, Matthias Jung dort mit seinem Programm „Generation Teenietus“ begrüßen zu können. „Betroffene“, die einen oder im schlimmsten Fall gleich mehrere Pubertierende zu Hause haben, Eltern, die in ein paar Jahren nicht ganz unvorbereitet in diese für beide Generationen schwierige Phase eintreten möchten, Großeltern oder auch einige Teenager hatten sich dort in großer Zahl versammelt, um herzhaft über all die „baustellenbedingten“ Unzulänglichkeiten der Heranwachsenden zu lachen und vielleicht so manchen Tipp mitzunehmen, wie man der Pubertät einfach entspannt mit Humor begegnet.

Technikvorteile nutzen

Mit der Frage, was sei wichtig, beschäftigte sich Jung zuerst und riet dabei zum Gespräch. 97 Prozent der Jugendlichen haben heute ein Smartphone. Die restlichen drei Prozent sogar zwei. Und diese Technik hat laut Jung durchaus Vorteile: „Wenn das Essen fertig ist, einfach das WLAN abschalten.“ Die Pubertät sei ein permanentes Ausprobieren. Wenn der Sohn mitten im Hochsommer morgens mit Winterschuhen und dickem Kapuzenpulli zur Bushaltestelle schlurfe, einfach mal den Schlitten hinterher bringen, riet der Pädagoge.

Die einen gingen ins Bad und blieben lange darin, so dass sich so manch verzweifelter Vater im Fluss frisch mache, und die anderen fänden, zu duschen lohne nicht, weil sie in fünf Tagen sowieso wieder Sport haben. Gelacht wurde über die Mutter im Outdoorladen, die dort ihren Sohn als etwas „Wasserabweisendes“ anpreist oder der Vater, der seinem Sohn mit dem Hinweis aufs WLAN einen Duschkopf fürs Zimmer schenkt.

Hang nach Ruhe

Das überaus große Bedürfnis nach Ruhe von Teenagern begründete Jung mit der Baustelle, die sich während dieser Phase im Gehirn befinde und die nur langsam von hinten in Richtung Frontallappen abgearbeitet werde. Verbales Ausprobieren, dass die Eltern als engste Mitmenschen abkriegten. Ein sauberes Haus, in dem nur ein Zimmer erfolgreich Widerstand leiste, das Entdecken der Privatsphäre, Schulunlust oder Aufklärung und die erste Liebe thematisierte Jung mit immer wieder äußerst unkonventionellen Lösungsvorschlägen, wie etwa dem Reden im Auto, damit man sich nicht in die Augen schauen muss.

Die Liebe höre nicht auf. Sie mache während dieser Phase nur eine Pause, gab Jung am Ende der Veranstaltung allen Eltern ermunternd mit auf dem Heimweg. Auch wenn es nicht zur Gründung der besagten Selbsthilfegruppe kam, Spaß hatten alle reichlich an diesem Abend. Man habe sich sehr gut wiedergefunden, hieß es anerkennend.

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