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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Premiere: Beschwipste Frauen erheitern Publikum

26.01.2015

Sürwürden Mit Schutzmantel und Gesichtsmaske bewaffnet und mit hochprozentigen Desinfektionsmitteln lässt Irmi Hellmers ihrem Putzfimmel bei „Piraten, Ahoi!“ freien Lauf. Als Putzqueen Sigrid kommt ihr kein Krümel unter die Augen. Und wenn, wird er erbarmungslos ins Nirwana geschickt. In ein ähnliches Nirwana scheint auch ihr Mann Peter (gespielt von Rolf Warnke) gefallen zu sein, wenn man seinen Schilderungen vom lärmenden Kapuzineräffchen in orangefarbener Weste und dem Geranien fressenden Pferd der Nachbarin Vicky (Insa Horstmann) glauben schenken soll.

120 Premierengäste wollten am Freitagabend im ausverkauften Saal der Vereinsgaststätte Kiek mol rin die lustige Komödie von Andreas Wening, ins Plattdeutsche übersetzt von Helmut Schmidt, sehen, aufgeführt von der Theatergruppe des Bürgervereins Sürwürden-Alse. Und sie kamen voll auf ihre Kosten. Von Beginn an entpuppte sich der Dreiakter unter der Regie von Herold Menssen als Schenkelklopfer, es gab viel zu Lachen, und das sorgte für Unterbrechungen, die die 13 Darsteller fast aus dem Konzept gebracht hätten.

Bei Sätzen wie „Sie hat lieber einen erregten Bekannten als einen bekannten Erreger“ mussten die Besucher herzhaft lachen. Die kernigen Sprüche sorgten für die richtige Würze im Stück, und so mancher Zuschauer dürfte den ein oder anderen Satz gerne noch einmal im richtigen Leben zitieren: „Und der liebe Gott erschuf die Neugier und nannte sie Nachbarin.“

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Handstaubsauger, Putzlappen, spezielle Hausanzüge und ähnliche Schmutzverhinderungsutensilien hatten jedenfalls Hochkonjunktur, genauso wie die sehr realitätsnahe Verkörperung der ebenfalls putzwütigen Freundinnen, die sich gegenseitig bei der vermeintlich korrekten Verrichtung ihrer Hausarbeit aufstacheln. Richtig munter wird die Gesellschaft aber erst, als die neue Nachbarin Vicky zu einem gemütlichen Treffen mit einem großen Kanister Bananenschnaps auftaucht. Schnell werden aus den Sauberkeitsfanatikerinnen lustige Weiber von Sinnen, denen es egal ist, ob sie den Schnaps quer über die Tischdecke schleudern oder ob er gleich zu Boden sickert.

Gerade die Szene am Stubentisch, als sich alle einen hinter die Binde kippen und die Party dem Höhepunkt entgegenfiebert, sorgte für ausgelassene Heiterkeit im Publikum. Irmi Hellmers, Silke Oltmanns, Insa Horstmann, Frauke Kranz und Anne Petershagen präsentierten ihre Beschwipstheit glaubwürdig, ungezwungen und locker. Man hatte das Gefühl, dass sie selber viel Spaß dabei hatten. Die diversen Dessous taten ihr Übriges dazu und sorgten für ein lebendiges Gelage mit bester Partystimmung.

Peter jedenfalls wollte kein Bakterienmutterschiff mehr sein und wurde prompt vom Äffchen (akustisch von Jörg Meier dargestellt) genatzt, das ihm die Käsesahnetorte um die Ohren haut, ganz zum Entsetzen von Tochter Kerstin (Renate Brandt), die daraufhin erst einmal Dr. Rüssel (Andreas Wulf) ruft. Und wo bleiben die Piraten? Der Kapitän und sein Smutje (Helmut Melius und Jürgen Wehlau) kommen nur am Rande vor und tragen eine geheime Kiste von A nach B und wundern sich, dass es keine Ratten oder schimmelige Kartoffeln im Hause Wilbert gibt.

In weiteren Rollen spielten Wilfried Oltmanns und Jens Horstmann. Erstmalig nahm Topusterin Erika Wehlua nicht in ihrem kleinen Kämmerlein direkt vor der Bühne Platz, sie flüsterte bei Textpannen von einem Stuhl an der Seite der Bühne die richtigen Sätze zu.

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