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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bis zur letzten Note alle im Griff

22.01.2013

Brake Im Saal des Central-Theaters ist fast kein Durchkommen mehr. Mit 200 Sitz- und 50 Stehplätzen ist das Konzert von Ray Wilson am Sonntag restlos ausverkauft. Blaue Scheinwerfer beleuchten Ray Wilsons Werbebanner auf der Bühne so, dass „Genesis“ deutlich hervorgehoben wird. Donnernder Applaus, als Ray Wilson und sein Quartett pünktlich um 20 Uhr die Bühne betreten und mit „Follow me, Follow you“ gleich mit einem der Klassiker von Genesis loslegen.

Beim zweiten Stück zeigt sich der Charme der Neuvertonung mit klassischen Ins-trumenten. Von den Gästen dachte sich bei Alben von Genesis mit oder ohne Phil Collins vermutlich nie jemand: Wo bleiben eigentlich die Geigen? Vielleicht hat sich Ray Wilson aber genau diese Frage gestellt, als er die Idee für „Genesis Klassik“ hatte.

So beginnt Wilsons Interpretation von Collins’ „Ano-ther Day in Paradise“ nur mit Klavierbegleitung, erst nach und nach kommen die beiden Gitarren und die zwei Geigen hinzu, wodurch selbst Altbekanntes eine neue Facette bekommt. Ray Wilson, der bereits in Brake gespielt hat, freut sich über die erneute Gelegenheit und das ausverkaufte Haus. Mit Interpretationen von „Another Cup of Coffee“, „Land of Confusion“ und anderer bekannter Genesis-Stücke und mit seiner natürlichen Art und seinem gefühlvollen Gesang hat Wilson das Publikum von der ersten bis zur letzten Note voll und ganz im Griff. Die Lieder selbst sind in der Regel eher ruhig interpretiert und wirken durch die Geigen eher getragen, was der Stimmung aber keinen Abbruch tut.

Neben den Neuinterpretationen von Genesis-Klassikern spielt Wilson auch eigene Lieder, darunter das bekannteste Lied der Band Stiltskin: „Inside“. Sein Bruder, Steve Wilson, der die zweite Gitarre spielt, unterstützt als zweite Stimme und singt seine eigene Version des U2-Hits „One Love“.

Im zweiten Teil des Konzerts kommt dann die große Stunde der Geigerinnen und des Pianisten. Verschiedene Soli zeigen, wie sehr die drei Musiker ihre Instrumente beherrschen. Die eigenwillige Kurzinterpretation von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, die sich nach und nach zu Stiltskins „Inside“ mausert, ist ein handwerklicher Höhepunkt des Abends.

Nach „Solsbury Hill“, dem Solo-Hit des ehemaligen Genesis-Sänger Peter Gabriel, endet der reguläre Teil des Konzerts um kurz nach 22 Uhr. Die Braker lassen sich natürlich nicht so leicht abspeisen und holen Ray Wilson noch einmal auf die Bühne zurück. Mit „In the Air Tonight“ animiert Wilson, trotz leichter Textschwierigkeiten des Publikums, die Zuhörer noch einmal zum Mitsingen, bevor er mit „Can’t Stay Here Forever“ und „Knocking on Heaven’s Door“ das Konzert endgültig beendet.

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Central-Theater