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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Alter Hafenkran scheidet aus

14.12.2019

Blexen Was wird aus dem etwa 110 Jahre alten Hafenkran in Blexen? Im Zuge der Dorferneuerung sollte das Technikdenkmal restauriert und einen neuen, markanten Standort auf dem neu gestalteten Platz in Nähe des Fähranlegers in Blexen erhalten. Doch dann wollte die Stadt das ändern. Seit Ende September stand die Entscheidung aus. Jetzt ist sie gefallen.

Wie die NWZ am Freitag auf Nachfrage von Sonja Brödje (Leiterin der Bauverwaltung im Rathaus) erfahren hat, wird der alte Drehkran nicht auf dem schon fertiggestellten Fundament in Nähe des Fähranlegers aufgestellt. Hier wird stattdessen eine Art Skulptur platziert, die als Blickfang Passanten auf den neuen, maritim ausgerichteten Platz als neues Tor nach Nordenham aufmerksam machen soll.

Wie die Skulptur konkret aussehen wird, soll im Januar entschieden werden. In der Diskussion ist, als ein Element eine Darstellung des Magiers Roy mit seinem Geparden aufzunehmen. Er ist in Nordenham als Uwe Ludwig Horn geboren worden und als Magier in Las Vegas weltberühmt geworden.

Weitere Elemente der stählernen Skulptur könnten Darstellungen eines Schiffsbugs oder einer Schiffsschraube sowie etwa auch eines Werftarbeiters oder eines Landwirts sein. Auch an eine Darstellung der Blexer Kirche als weiteres Element wird gedacht.

Möglichst zur offiziellen Einweihung des neuen Platzes im Frühjahr nächsten Jahres soll die Skulptur stehen.

Die Restaurierung und Neupositionierung des alten Drehkrans waren ein Teil des Gesamtvorhabens zur Neugestaltung des Platzes am Fähranleger im Zuge der Dorferneuerung Blexen. Auf Antrag der Stadt hat das für Dorferneuerung zuständige Landesamt in Oldenburg jetzt diesen Teil aus dem Gesamtprojekt herausgenommen.

Für den alten Kran war eine Förderung von 50 Prozent der auf etwa 71 000 Euro veranschlagten Kosten bewilligt worden. Der Zuschus in Höhe von etwa 35 000 Euro steht aber nun nicht für die jetzt stattdessen vorgesehene Skulptur zur Verfügung. Denn sie ist nicht als Vorhaben der Dorferneuerung geplant worden. Diese Skulptur muss die Stadt daher alleine finanzieren.

Die Stadt war im Laufe dieses Jahres 2019 immer mehr auf Distanz zum Kran-Vorhaben gegangen, weil keine der neun Firmen, welche die Stadt angeschrieben hatte, ein Interesse an dem Auftrag hatte. Zudem war ein Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass der Korrosionsprozess am alten Midgard-Kran schon sehr weit fortgeschritten ist.

Darüber hinaus: Eine Restaurierung würde mindestens das Doppelte der veranschlagten 71 000 Euro kosten. „Eine Kostenexplosion wäre programmiert gewesen“, erläuterte am Freitag gegenüber der NWZ Bauamtsleiterin Sonja Brödje.

Die Deutsche Maschinenbau-Aktiengesellschaft (Demag) hatte diesen Hafenkran einst für das Nordenhamer Hafenunternehmen Midgard angefertigt. Von 1910 bis 1988 war er im Nordenhamer Stadthafen im Einsatz. Als der Kran nicht mehr benötigt wurde, verschenkte die Midgard ihn an die Stadt.

Zurzeit steht das bereits stark marode Technikdenkmal auf einer eingezäunten Rasenfläche am Rande des Parkplatzes, welcher an den neu gestalteten Platz am Fähranleger in Blexen anschließt. Was nun mit dem Kran geschehen wird, ist laut Bauamtsleiterin Sonja Brödje völlig offen. „Wo und wie der alte Kran künftig aufgestellt werden kann, werden wir noch klären.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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