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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kirchenkonzert in Blexen: Souveräne Leistung auf Distanz

16.10.2020

Blexen „Es ist alles anders“, sagte Georg Popp in der Blexer Kirche, „heute sind wir viel mehr auf Distanz.“ Der Kirchenmusikdirektor ist der Leiter der Kinder- und Jugendkantorei Fürstenwalde. Er war gemeinsam mit seiner Frau Cornelia und zwölf Kindern und Jugendlichen zum jährlichen Kirchenkonzert nach Blexen gereist.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Nachwuchssänger aus Brandenburg in diesem Sommer auf ihre große Chorfahrt verzichten. Es wäre schon die 51. gewesen. Und auch die gemeinsamen Proben hatten in der Zeit von Frühjahr bis Mitte August wegen der Pandemie ausfallen müssen. Umso schöner, dass jetzt wenigstens die Herbstfahrt mit Kirchen-Auftritten und drei Übernachtungen in der Wesermarsch stattfinden konnte.

Latein und Deutsch

Der gemischte Chor mit Sängerinnen und Sängern im Alter von 13 bis 22 Jahren präsentierte seinem Publikum in der Blexer St.-Hippolyt-Kirche traditionelle Musikstücke auf Latein und Deutsch. Dazu gehörten Werke von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750), Heinrich Schütz (1585 - 1672) und Georg Philipp Telemann (1681 - 1667). Auf dem Programm stand aber auch eine Eigenkomposition von Georg Popp, der bis Mitte der 1990er- Jahre in Blexen und Brake als Kantor tätig gewesen war.

Das junge Ensemble meisterte die musikalischen Herausforderungen souverän – auch die sechsstimmige Motette aus der Misa Papae Marcelli „Kyrie“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 - 1594).

Als sehr anspruchsvoll erwies sich zudem der fünfstimmige Gesang aus der Sammlung „Geistliche Chormusik“ von Heinrich Schütz, der auch als „Vater der deutschen Musik“ bezeichnet wird.

Orgel und Altflöte

Angesichts der Corona-Einschränkungen war die Dauer des Konzertes leider auf eine knappe Dreiviertelstunde begrenzt worden. Maximal eine halbe Stunde reiner Chorgesang und bis zu einer Viertelstunde Instrumentaleinlagen durch Orgel und Altflöte: So lauteten die Vorgaben für die Musiker aus Brandenburg, die darüber hinaus zur Verringerung des Ansteckungsrisikos schweigsam und mit Maske in die Kirche einzogen und diese genauso verließen.

Der Chor aus Fürstenwalde tritt – sofern er nicht wie derzeit durch Covid-19 ausgebremst wird – oftmals bei Gottesdiensten auf. Er nimmt zudem an großen oratorischen Aufführungen der St.-Marien-Domkantorei teil, gibt eigene Konzerte und hat auch schon mehrere Compact-Discs mit Livemitschnitten von seinen Chorfahrten herausgebracht. Die Chorfahrten gibt es seit 1970.

Ihren Nachwuchs rekrutiert die gemischte Musikformation aus dem Fürstenwalder Spatzen- und Kinderchor, der bereits Mädchen und Jungen im Vorschulalter spielerisch in die Welt der Musik einführt.

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