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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Firma Führer setzt Akzente

10.10.2019

Blexen /Nordenham /Seefeld „Im Oldenburger Land kommt man an der Firma Führer nicht vorbei“ – so sagt es Natalia Gvozdkova, Orgelsachverständige und Kantorin in Berne. Gemeinsam mit der NWZ erkundet sie die vielen historischen und modernen Instrumente in den Kirchen der Wesermarsch.

Immer wieder taucht dabei der Name der Firma Führer auf. Sie wurde 1933 vom Orgelbauer Alfred Führer (1905 bis 1874) gegründet und hatte ihren Sitz in Wilhelmshaven. 700 Neubauten stammen aus dieser Werkstatt, außerdem wurden zahlreiche Orgeln restauriert und erweitert. „Die Instrumente haben ein eigenes Gesicht. Sie sind am Klang zu erkennen“, findet Gvozdkova.

Die Orgel in Blexen wurde 1969 von Alfred Führer im alten Gehäuse von 1685 neu gebaut. „Ein schönes Instrument, es klingt gut und lässt sich gut spielen“, sagt die Orgelsachverständige. Das Instrument ist in einem guten Zustand, erneuert werden sollen aber die abgenutzten Registerknöpfe.

Nur wenige Kilometer weiter steht in der Seefelder Kirche eine weitere Orgel von der Firma Führer – allerdings nicht von Alfred Führer selbst, sondern von dessen Nachfolger, dem Orgelbaumeister Fritz Schild. Er baute die Orgel im Jahr 1982. Die Fassade des Instruments ist historisch nach barockem Stil gestaltet. „Das passt schön hier in die Kirche“, findet Natalia Gvozdkova. „Sie ist meine Lieblingsorgel“, sagt auch Brigitte Herbst. „Ich spiele eigentlich als Organistin in Schwei, komme aber hierher zum Üben, weil ich in der Nachbarschaft wohne“, erklärt sie.

Ganz anders als das historisch gestaltete Instrument in Seefeld kommt die Führer-Orgel in Atens daher. Sie ist im Jahr 1975 gebaut, schnörkellos und modern – ein starker Gegensatz zum Instrument in Seefeld. In Rodenkirchen steht ebenfalls eine Orgel der Firma Führer, gebaut 1986 von Fritz Schild. Sie ist noch historisierender gestaltet als die Kirche in Seefeld. „Das war der Stil dieses Orgelbauers“, erklärt Gvozdkova. Das Instrument passt optisch gut in die St.-Mattäus-Kirche mit ihrem berühmten Münstermann-Altar.

2016 wurde die Orgel vom Orgelbaumeister Frank Lorenz generalüberholt. Hier schließt sich ein Kreis, denn Lorenz hatte die Firma Führer im Jahr 2000 übernommen, als Fritz Schild in den Ruhestand ging. Die sich schon länger abzeichnende Krise konnte nicht mehr abgewendet werden. Im Jahr 2003 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Mitarbeiter gründeten den Betrieb unter dem Namen Frank Lorenz Orgelbau und Ostfriesischer Orgelservice neu. Beide Betriebe sind noch heute im Oldenburger Land tätig.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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