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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Feuer und Flamme für alte Tradition

23.04.2019

Blexen /Schweewarden Wer am Sonntagabend in der Näher der St.-Hippolyt-Kirche in Blexen sein Auto abstellen wollte, musste lange nach einem Parkplatz suchen. Denn das Blexer Osterfeuer – das größte in der Stadt – erwies sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Rund 1000 Schaulustige zog es ab dem frühen Abend zu dem Gelände an der Alten Schanze. „Das sind ungefähr so viele Besucher wie in den Vorjahren“, sagte Ortsbrandmeister Knut van Loh, der zusammen mit 15 Kollegen Dienst hatte. Im Einsatz waren ebenso die Mitglieder der Jugend- und der Kinderfeuerwehr Blexen.

Los ging es in alter Tradition mit der Ostereiersuche für die Kinder und einem Fackellauf, der musikalisch vom Spielmannszug der Johanniter aus Rodenkirchen begleitet wurde. Das Osterfeuer, das wegen der langen Trockenheit in diesem Jahr nicht ganz so groß war – erlaubt sind maximal 150 Kubikmeter –, wurde gegen 19.20 Uhr entzündet. Bereits eine Stunde später war der riesige Haufen auf ein Drittel geschrumpft. Überall standen Besucher in Grüppchen zusammen und hielten Klönschnack, bis das Höhenfeuerwerk gegen 22 Uhr gezündet wurde.

Am Getränkestand war unter anderem Pascal Aszmons im Einsatz und zwar bis Mitternacht. Bereits um 9 Uhr am Ostermontag standen für ihn und die vielen anderen freiwilligen Helfer die Ab- und Aufräumarbeiten an.

Osterfeuerwache

Und nicht nur das. Zwei Nächte lang hatte die Osterfeuerwache im Vorfeld der Veranstaltung gedauert, die jeweils um 18 Uhr abends begonnen und um 6 Uhr morgens geendet hatte. Acht Jugendliche und drei Betreuer nahmen daran teil, alle in dicker Kleidung. „Das Lagerfeuer wärmt ja, und Kaffee und Tee tun es auch“, sagte Pascal Aszmons lachend, der seit zwölf Jahren immer beim Osterfeuer mit dabei ist. „Als Schichtarbeiter bin ich es gewohnt, mit wenig Schlaf auszukommen.“

In Schweewarden wurde das Osterfeuer bereits am Sonnabend entzündet. Mehr als 200 Besucher nahmen an dem österlichen Spektakel mit Fackellauf, Süßigkeiten für die Kinder, Grillwurst sowie dem abschließenden zehnminütigen Feuerwerk am Sportplatz teil. Die meisten von ihnen waren Einheimische, aber es gab auch Schaulustige von außerhalb wie beispielsweise Moritz aus Berlin. Der Zwölfjährige verbringt gerade die Osterferien bei Verwandten. Da war es natürlich klasse, ein Osterfeuer live mitzuerleben.

„Bei dem sommerlichen Wetter kommen deutlich mehr Leute als sonst. Über 200 Besucher, das ist für ein Dorf wie Schweewarden schon sehr gut“, freute sich Frederik Kaiser von der Freiwilligen Feuerwehr Schweewarden. Der Gruppenführer der Ortswehr, der seit mehreren Jahren das Osterfeuer organisiert, war mit elf Kameraden im Einsatz. Bedenken wegen der Brandgefahr infolge der Trockenheit in den vergangenen Tagen – bundesweit waren viele Feuer abgesagt worden – hatte der Nordenhamer nicht.

Nicht zu groß

„Wir haben gestern bei der Osterfeuerwache deutlich gespürt, dass das Gras nachts noch sehr feucht beziehungsweise klatschnass ist“, sagte der Nordenhamer. Außerdem war im Vorfeld dafür gesorgt worden, dass das Osterfeuer nicht zu groß wird. Vor diesem Hintergrund waren in diesem Jahr ausschließlich Sträucher- und Baumschnitt aus dem Dorf und keine Fremdanlieferungen von auswärts angenommen worden. Sicherheit geht eben vor.

Das österliche Spektakel in Schweewarden endete kurz nach Mitternacht. Die freiwilligen Helfer der Ortswehr waren am Ostersonntag jedoch schon ab 10 Uhr im Einsatz, um die Zelte abzubauen und alles wieder aufzuräumen.

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