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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kirche: Blexer „Wunder-Wasser“ sprudelt wieder

16.06.2015

Blexen Paul Adrian, Leon Elias und Mia Sophie Meyer, Lennox Köpcke und Louis Oskar Heidelberg werden sich später an den vergangenen Sonntag wohl nicht mehr erinnern können. Und dennoch werden sie an ihn immer wieder gern zurückdenken, wenn sie im Familienalbum blättern: Es war der Tag ihrer Taufe. Es war für sie, ihre Eltern und Verwandten und auch für die ganze Blexer Kirchengemeinde allerdings nicht allein deshalb ein ganz besonderer Tag, weil Pfarrer Dietmar Reumann-Claßen gleich fünf Kinder auf einmal in die christliche Gemeinschaft aufnahm. Auch nicht deshalb, weil der Pfarrer den Taufgottesdienst wegen der Sanierungsarbeiten an der Kanzel der St.-Hippolyt-Kirche quasi auf einer Baustelle begann.

Der Tag war vor allem deshalb ein besonderer, weil das christliche Ritual erstmals wieder am Willehadus-Brunnen vollzogen wurde. Der historische Brunnen liegt etwas versteckt am Rande des Friedhofes.

Er geht auf eine Legende zurück, nach der Bischof Willehad Ende des 8. Jahrhunderts den Blexern wie durch ein Wunder zu einer Quelle und damit zu dem damals so kostbaren frischen Wasser verhalf. „Wasser bedeutete Leben, und zu diesem Leben hatte Willehad hier eingeladen. Was an dieser Legende Wirklichkeit und was nur Erzählung ist, mag jeder für sich entscheiden“, schloss Pfarrer Dietmar Reumann-Claßen seine Predigt.

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St. Willehad war 780 nach Christus von Karl dem Großen als Missionar in den Gau Wigmodi an die Unterweser geschickt worden. Er wurde 787 zum ersten Bischof Bremens geweiht und besuchte 789 auf Visitationsreise Blexen. Möglicherweise hatte er damals aus Rom mitgebrachte Reliquien des heiligen Hippolytus bei sich, die der Blexer Kirchengründung später das Patrozinium gaben. Der Name St.- Hippolyt-Kirche erinnert daran. Willehad starb in Blexen am 8. November 789 an einem heftigen Fieber.

In Erinnerung an das Wunder von damals errichtete die Gemeinde Blexen 1875 an der Willehad-Quelle, die im Mittelalter als wunderkräftig galt und Ziel von Wallfahrten war, den neugotischen Brunnenaufbau. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte geriet der Brunnen allerdings immer weiter aus dem Blickfeld. Erst Brunnenmeister Jürgen Seel nahm sich seiner in den vergangenen Monaten wieder an, besserte ihn aus und befreite ihn von Grünbelag.

Durch Taufen soll das Schmuckstück künftig wieder mehr ins Bewusstsein gerückt werden. Dazu, so Dietmar Reumann-Claßen, passe die Inschrift des Brunnens in Anlehnung an den Jesaja-Vers 44,3 wunderbar: „Ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre.“

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