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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Architektur & Design In Brake: Etwas Bauhaus im Regal

10.07.2019

Brake Und es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Die Kunst schlummert im Verborgenen. Hin und wieder wird auch ein Schatz gehoben, beispielsweise in der Georg-von-der-Vring-Bibliothek an der Gerd-Köster-Straße 4. In einem Regal für Kunst- und Kulturgeschichte etwa stecken zwei Bände zur Geschichte des Bauhauses. Häufig ausgeliehen werden die Bücher nicht. „Das eine zuletzt 2007, das andere zuletzt 2013“, weiß Bibliotheksleiterin Gabriele Arndt. Seit sechs beziehungsweise zwölf Jahren warten die Abhandlungen also nun schon darauf, wieder ans Tageslicht zu kommen.

Manch einem Braker ist sicherlich bewusst, dass sich das Bauhaus auch durch sein Industriedesign auszeichnet. Auf diesem Gebiet hat sich Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) einen Namen gemacht. Eine Ikone unter den Leuchten ist seine Tischlampe WG 24, die sich mittlerweile in vielen Haushalten findet. Die von ihm entworfene WG 24 ist eine der angesagtesten Leuchtmittel aus der Bauhauszeit. Und dann sind da noch die vom Bremer Produktdesigner entworfenen Butterdosen sowie Salz- und Pfefferstreuer, die noch immer im Handel zu kaufen sind. Aber Architektur? Häuser, denen beispielsweise Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe, der als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne gilt, andernorts ihren Stempel aufgedrückt haben, sucht man in Brake vergeblich.

Wenn man den Einfluss des Bauhauses nicht auf die Vorkriegszeit beschränkt, sondern davon ausgeht, dass die Architekten der Nachkriegszeit wieder an die Bauhaus-Vorgaben anknüpften, dann könnten in Brake einige moderne Gebäude existieren, deren Grundkonzept auf das Bauhaus zurückzuführen sind, meint Brakes Chronist Klaus Kirsch. Das Braker AOK-Gebäude an der Poggenburger Straße beispielsweise habe etwas „bauhausiges“, meint Klaus Kirsch.

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Ein Braker Architekt hat in den 60er und 70er Jahren beispielsweise das LzO-Gebäude an der Breiten Straße, das Kreisamt, das Gebäude der Polizei und Katasteramt entworfen –, funktional und schnörkellos.

Die Gebäude erinnern durch ihre Schlichtheit zwar an den Stil des Bauhauses. Architekt Theo Hollmann sieht sich aber keineswegs in der Bauhaus-Tradition. Ganz im Gegenteil: Mit Bauhaus habe er nichts im Sinn, sagt er auf Anfrage der Nordwest-Zeitung. „Gebäude, die in der Bauhaus-Zeit entstanden sind, gibt es in Brake nicht“, so der Architekt.

Was bleibt, sind Raritäten. In Rolf Pigges Geschäft „Nautikvitäten“ an der Breiten Straße 30 wird man schnell fündig. Der Geschäftsinhaber greift sogleich zu einem Stövchen aus den 20er Jahren, das im Stil des Bauhauses gefertigt ist. Eine Auflaufform aus Jenaer Glas mit metallischer Halterung erinnert an die Bauhaus-Stilrichtung. Auf einem Sekretär schließlich liegen mehrere Zeitschriften, darunter auch Ferdinand Kramers Architektur & Design.

Die Bauhaus-Architektur lässt sich an einem Haus an der Mitteldeichstraße erahnen. Das Haus hebt sich deutlich von den alten Stadtvillen ab. Das Planungsbüro hatte bewusst klassische Bauhaus-Elemente aufgegriffen. Zudem sorgen die großen L-förmigen Balkone dafür, dass sich das moderne Gebäude dennoch in die Reihe der Gründerzeithäuser einfügt.


Spezial zum Thema unter   www.nwzonline.de/bauhaus 
Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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