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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Frischer Wind für den Kunstunterricht

26.08.2017

Brake Die 100 hat Eckhard Berger zwar noch nicht ganz voll. Nah dran ist der 66-jährige Braker aber schon: 96 Publikationen hat der Künstler und pensionierte Pädagoge bisher bereits veröffentlicht – teils gemeinsam mit seiner Frau Barbara und seinem Sohn Adrian. Die meisten davon sollen den Kunstunterricht besser machen. „Frischen Wind“ will der Wesermärschler in die Kunsträume in Deutschland, Österreich und der Schweiz bringen. „Der Unterricht muss heute einfach anders laufen, als vor Jahrzehnten.“ Nur dann könne man Schüler auch erreichen und sie für die Kunst begeistern.

Auch wenn bei dem 96. Buch „Internationale Gegenwartskunst“ Eckhard Berger alleine als Verfasser genannt ist, spricht er über die Umsetzung lieber in der Wir-Form, „weil viele fleißige Leute mir zugeliefert haben“. Überhaupt sei mittlerweile ein Netzwerk entstanden aus Museen, Galerien und anderen Institutionen sowie vielen freien Mitarbeitern, die derartige Buchprojekte überhaupt erst möglich machten.

Für seinen jüngsten Versuch, Schüler für die Kunst zu begeistern, hat er 21 Künstler aus aller Welt gewinnen können – bekannte Namen ebenso wie neue, die oft aber auch schon mit Preisen ausgezeichnet wurden. „Der Kunstunterricht hört vielfach auf bei den nicht mehr Lebenden.“ Diese Lücke will Eckhard Berger schließen. Die künstlerische und geografische Spanne reicht von Andrès Aguiar Achi (Kuba), der afrikanische Einflüsse verarbeitet, über Michael Fischer-Art (Deutschland), der als Botschafter für den Frieden künstlerisch aktiv ist, und Gennady Karabinskiy (Weißrussland), der jüdische Elemente in seinen Werken aufgreift, bis hin zu Said Tiraei (Afghanistan), in dessen sehr farbenreichen Werken sich seine Flucht ebenso widerspiegelt wie der Einfluss vieler Lehrer, die er unterwegs hatte. Hinzu kommen Künstler aus Peru, Ungarn, den Niederlanden und vielen anderen Teilen der Welt. Und auch ihre Themen sind vielfältig: Frieden ebenso wie Natur, Bild der Frau in der Kunst ebenso wie Glauben.

Ihm sei es wichtig gewesen, „viele verschiedene Stilrichtungen aufzunehmen“, betont Eckhard Berger. „Wir sollten den Blick dafür haben, dass es eine wahnsinnige aktive internationale Kunstszene gibt.“ Das Buch soll Lehrern dafür als Material dienen.

Bei aller Begeisterung über die Vielfalt, die so zusammengekommen ist, freut sich der Braker über einen Künstler ganz besonders: Der renommierte deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer Otmar Alt ist ebenfalls vertreten. „Er hat sofort zugesagt.“

Grundsätzlich gibt es zu jedem Künstler eine Infoseite über sein Leben und sein Schaffen. Auf einer weiteren Seite werden repräsentative Arbeiten vorgestellt sowie ein Werk analysiert. Dann folgen zwei Aufgaben, in denen die Schüler Kunstwerke nachmalen oder vollenden sollen.

Auch wenn das Buch bereits seit einiger Zeit beim Kohl Verlag bestellt werden kann, steht die offizielle Vorstellung noch aus. Die werde am 16. September in der Galerie Schönhof (Jade) folgen. Zur Ausstellungseröffnung wird Eckhard Berger die Laudation auf Markus Tollmann halten, der ebenfalls in dem Buch vertreten ist.

Mit einem geplanten Folgeband und weiteren Projekten, die er bereits angefangen hat, sollte es bis zur 100 aber nicht mehr allzu lange dauern. „Kunst ist so vielschichtig und es gibt etliche weitere Künstler, die es verdienen, im Unterricht bekannt gemacht zu werden.“

Aktuell arbeitet der Hobbykoch aber auch noch an einem anderen Buch: Während „Superleckere Smoothies“ für das 2. bis 6. Schuljahr jetzt herauskommt, ist Band 2 für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 in Arbeit und soll Anfang 2018 folgen.


Mehr Infos unter   www.teamberger.de 
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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