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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Gregor Stratmann folgt auf Karl-Heinz Vorwerk

20.08.2018

Brake Kargheit war die Losung, die Pastor Gregor Stratmann (62) am Sonntag in seiner Predigt in der Braker St.-Marien-Kirche ausgab. „Wir leben in einer Zeit der überbordenden Bilder und des Pathos. Davon müssen wir, auch als Kirche, wieder weg“, sagte Stratmann, der die Nachfolge von Pastor Karl-Heinz Vorwerk antritt.

Dechant Christoph Sibbel führte den Geistlichen ins Amt ein. Gekommen waren viele der rund 2600 Katholiken der St.-Marien-Gemeinde. Für Stratmann schließt sich mit seiner neuen Stelle in Brake der Kreis. „Als Diakon war ich 1991 in Varel, daher sind mir Brake und die Wesermarsch bekannt“, so Stratmann nach der Eucharistiefeier. Die erste Stelle liegt also sehr nah an der, wahrscheinlich, letzten Stelle, die Stratmann bekleidet.

Sein Leben hat den Geistlichen viel herumgeführt. Stratmann war nach seiner Priesterweihe 1992 zunächst als Kaplan in Voerde und Herten tätig. Von 1997 bis 2001 war er Pfarrer der St.-Josef-Gemeinde in Oldenburg-Bümmerstede und Verwalter der Kapellengemeinde St. Ansgar in Hatten, bevor er Pfarrer in St. Josef Oldenburg wurde und die Leitung der Seelsorgeeinheiten Oldenburg und Sandkrug übernahm. Nach Süddeutschland verschlug es Gregor Stratmann ein Jahr später. 2002 wechselte er in die Erzdiözese München-Freising und wurde dort Pfarradministrator mit dem Titel Pfarrer. Ein paar Jahre später, 2011, verließ der Geistliche Deutschland und übernahm die deutsche Auslandsseelsorge in Budapest (St. Elisabeth). Nach Deutschland kehrte er Anfang des Jahres zurück – als Aushilfe in der St.-Marien-Gemeinde Delmenhorst.

Der Umstand, dass die Wesermarsch katholische Diaspora ist, stört Stratmann nicht. „Diaspora ist heute eigentlich überall“, ist er überzeugt. Eine große Umstellung sei es für ihn nicht, sich auf die Menschen einzustellen. Das habe er in seiner Biografie schon häufig machen müssen. „Und zuvor habe ich an der Donau gewohnt, jetzt wohne ich an der Weser. Das ist sich doch auch irgendwie ähnlich.“

In seiner Freizeit fährt der neue Braker Pastor gerne Motorrad, auch weite Distanzen. In Sarajevo war er zum Beispiel schon. „Motorradfahren ist für mich ein Motiv der Freiheit.“

Für Karl-Heinz Vorwerk bedeutet die Amtseinführung seines Nachfolgers derweil nicht, dass seine kirchliche Arbeit nun vorbei ist. Nach fast 23 Jahren als Pastor in Brake zieht es den 75-Jährigen jetzt nach Oldenburg, wo er weiter in der kirchlichen Arbeit mit Gehörlosen aktiv sein will. „Der Tag heute ist schon geprägt von Wehmut“, so Vorwerk am Sonntag. „Aber an erster Stelle ist er geprägt von Dankbarkeit. Ich habe mich in dieser Gemeinde immer sehr getragen gefühlt.“ 23 Jahre seien aber auch eine lange Zeit gewesen – und diese sei nun eben vorbei.

Ein Gefühl, dass auf Gegenseitigkeit beruht. Viele Gemeindemitglieder nutzten die Chance, und verabschiedeten sich noch einmal von Vorwerk. Nach dem Gottesdienst bot sich dafür Gelegenheit bei der Gemeindebegegnung im und ums Pfarrheim neben der St.-Marien-Kirche. Auch Pastor Gregor Stratmann wohnte diesem Zusammenkommen natürlich bei – so konnten die Gläubigen auch gleich ihr neues Gemeindeoberhaupt näher kennenlernen.

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