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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kunst: „Nagelritz“ auf Mond-Mission

18.02.2019

Brake Denn darauf hat es „Nagelritz“ alias Dirk Langer auch in seinem neuen Programm „Expedition Mond“ abgesehen. Und so klöppelt der spindeldürre Sealord im Haus Borgstede & Becker sein quietschfideles Netz aus maritimen Slapstick, Gags und Liedern (ohne „La Paloma“-Gesäusel), bis seinen Gästen die Lachtränen kullern. Um die Götter des Beifalls günstig zu stimmen, liegen schon mal kleine Geschenke auf den Stühlen. Natürlich hat der „Nagelritz“ auch wieder Ahoi-Brause dabei.

Wenn einer wie „Nagelritz“ eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Aber vor den neuesten Abenteuern wird erst einmal gesungen. Der Banana-Boat-Song inspiriert den Matrosenanzugträger zu Erinnerungen an die Kindheit. Die verbrachte er nämlich in Gelsenkirchen. Dort ist man katholisch und dort trinkt man auch als 13-jähriger heimlich Messwein. Der bescherte ihm nicht nur den ersten Rausch, sondern auch die Neugier auf Mädels.

Danach lockte ihn das Abenteuer „See“ auf einem Bananendampfer. Das war eng verbunden mit seinen Kumpels, „Smutje Hinnerk“ und Seemann „Raoul“, dem König aller lispelnden Spanier.

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Seinen abgesteckten Kurs würzt „Nagelritz“ ohne Luft zu holen mit haarsträubendem Seemannsgarn. Er schwadroniert über Erlebnisgastronomie und andere Katastrophen: von Vogelspinnen, an Bord gezüchtet von „Raoul“ und lecker serviert von „Hinnerk“, von seinem Forscherauftrag mit Curaredrink und Zitteraalfeeling und schließlich von seiner Tätigkeit als Conférencier und Animateur auf einem Musikdampfer mit Spezialprogrammen wie „12 Schurkenstaaten in 14 Tagen“ und „Kielholen ohne Wiederkehr“. „Nagelritz“: „Zu letzterem Kurs hat sich keiner ein zweites Mal angemeldet“.

Aber auch die Wissenschaft ist an Bord gefragt: Anhand „Hinnerks“ verdreckter Arbeitsplatte kann „Astroposoph Nagelritz“ prima den Sternenhimmel erklären und endlich wissen die Besucher, wo die Milchstraße entspringt – nämlich dort, wo am Ende eine bunt gefleckte Kuh dran hängt.

Allmählich steigert sich die Stimmung zur Sturmstärke. Aber es kommt noch heftiger. Und das, weil sich „Nagelritz’“ Reederei entschlossen hat, Passagiere aufzunehmen. Ein japanischer Milliardär mit Hund „Kimono“ ist zunächst der einzige an Bord. Für den Sailor und Hundehasser ist das eine mittlere Katastrophe, muss er doch mit dem Struppi an Bord Gassi gehen.

Ob es eine Erlösung ist, als „Major Tom Nagelritz“ mit Hund und unsichtbarer, aber sprechender Kommandeuse „Alexa“ völlig schwerelos vom Schiff in den Orbit geschossen zu werden? Immerhin hat er für die „Expedition Mond“ ein Überlebenspaket dabei: Taucherbrille, Zahnbürste (ist auch gut für „Kimonos“ Fellpflege), eine Buddel Malteser und Doggy-Bags für „Kimonos“ Bedürfnisse.

Als er das K-Tütchen nach der Landung auf dem Mond platzieren kann, löst sich endlich auch die Frage nach einem Mond-Mitbringsel für sein Herzblatt „Britta“ – das ist die mit den entzückenden Grübchen. „Nagelritz“ wird ihr einen Brocken Mondgestein verehren. Noch ein Gutes hat die Mondreise: Zwischen dem Seemann und „Kimono“ entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die ganz eng – Haut an Fell – besungen werden muss: „Something stupid like I love you“.

Nach der Punktlandung zurück auf dem Bananendampfer wird „Nagelritz“ philosophisch: „Oh, die Welt ist so wunderschön – manchmal muss man erst zum Mond, um das zu sehn.“ Der donnernde Schlussapplaus ist als Zustimmung zu verbuchen.

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