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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Frauenchor braucht weder Bier noch Schokolade

13.11.2018

Brake „Erste Regel: Es wird, wenn wir singen, nicht gequatscht. Zweite Regel: Wenn wir singen, stehen alle auf.“ Diese zackige Anweisung von Simon Bröker war an die 360 Frauen gerichtet, die zum 1. Braker Rudelsingen in das BBZ-Forum gekommen waren. Organisiert wurde die so betitelte 5. Braker Ladies-Night vom Damen-Lions-Club Brake „Mimi Leverkus“. Deren Präsidentin, Bianca Witt, sagte bei der Begrüßung, dass der Erlös des Abends einem guten Zweck zugeführt wird: „Wir haben uns entschieden, den Verein Fussel in Nordenham zu unterstützen. Ein Hilfeverein, der sich um krebserkrankte Kinder kümmert und deren Eltern und Geschwistern in der schweren Zeit hilft.“

Also, ganz einfach: Man verbringt einen fröhlichen Abend, ist in ausgelassener Stimmung und geht mit der Gewissheit nach Hause, nebenbei etwas Gutes getan zu haben.

Die Stimmung war von Anbeginn ausgelassen. In kürzester Zeit hatte sich aus 360 sangesfreudigen Frauen der größte Frauenchor der Wesermarsch gebildet. „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens wurde geschmettert, dass das BBZ-Forum beinahe bebte. Die Knicklichter wurden dabei in der Luft geschwenkt. Bei der Reeperbahn nachts um halb eins hakte sich alles schunkelnd unter und flanierte anschließend, sinnbildlich mit Joe Dassin, über die Champs Elysees.

Simon Bröker an der Gitarre und sein Duo-Partner Felix Fleischhauer an den Drums hatten den Frauenchor fest im Griff. Während sie musizierten, lasen die Frauen den jeweiligen Text, der per Beamer an die Wand geworfen war, ab.

Aber nicht nur die Frauen ließen sich in gelöste Stimmung versetzen, auch die beiden Musiker hatten ihre Freude: „Das macht mit euch richtig Spaß. Hier ist ja eine Hammer-Stimmung“, brachte es Simon Bröker auf den Punkt. Und die Frauen hatten Ausdauer. Abbas „Dancing Queen“ und „Can’t buy me love“ von den Beatles kamen dank des Beamer-Textes sauber rüber. Aber der Chor konnte auch leise. Nenas „99 Luftballons“ sah man förmlich durch das Forum schweben. „Always look on the bright side of life“ klang ebenfalls ganz leise aus.

Obwohl das Publikum altersgemischt war, wurde auch von den jüngeren Besucherinnen Paul Kuhns Hit von 1963 „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ oder Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“ von 1965 Notensicher mitgesungen.

Aber nicht nur Hits und Schlager von einst können Wesermarschfrauen perfekt. „Bunt sind schon die Wälder“ war der krasse Gegensatz zu Dschinghis Khan. Es war ein gelungener Abend, den sich die Lions-Damen mit einem dicken Plus auf ihr ehrenamtlich-für-den-guten-Zweck-Konto verbuchen können.

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