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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Literatur: E-Mail eines Unbekannten löst Reise nach Indien aus

16.11.2019

Brake Heide Pinkall und Diwakar Sharma, genannt Kalu, leben auf zwei unterschiedlichen Kontinenten. Und bis zum 10. Dezember 2005 waren sich die Deutsche und der Inder unbekannt. Das änderte sich an dem Samstag im Dezember vor 14 Jahren, als die heute 49-jährige Brakerin eine unerwartete E-Mail mit einem seltsamen Betreff erhielt. „Seine Reiseleiter stand dort geschrieben“, sagte Heide Pinkall bei der Vorstellung ihres Buches „Auf Einladung eines Unbekannten“ in den Räumen ihres Fotostudios an der Schulstraße 19 in Brake.

Heide Pinkall ist Fotografin, Kalu arbeitet in seiner Heimatstadt Neemuch als Computer-Operator. „Woher er meine Adresse hatte, weiß ich nicht. Ich wollte ihn auch noch nicht danach fragen“, erzählte Heide Pinkall. Wie dem auch sei: Es entwickelte sich ein E-Mail-Kontakt. Heide Pinkall hatte anfangs zwar gezögert, die merkwürdige E-Mail zu beantworten, sich dann aber besonnen: „Ich wollte ihm die Möglichkeit geben, auf Deutsch zu kommunizieren“, sagte sie. Denn wie sie erfuhr, brachte sich Kalu die ihm völlig fremde und schwierige Sprache per Buch und Internet ohne die Hilfe eines Dolmetschers bei.

Diese Geschichte einer Freundschaft, die sich zufällig entwickelte, erzählt Heide Pinkall in ihrem Buch. Ein weiterer Betreff „gute Nachricht“ ließ sie aufhorchen und mit der 5. E-Mail trudelte dann die Einladung zur Hochzeit am 6. Mai 2006 in Indien bei ihr ein. Wie Kalu mitteilte, hatten seine Eltern eine Hochzeit in fünf Monaten mit einer ihm bis dahin unbekannten Inderin arrangiert, zu der er Heide Pinkall in aller Form einlud. „Ich hielt das für völlig abwegig“, betonte sie – und nahm die Einladung zur Hochzeit dann doch – nach einigem Zögern – an.

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Wie sie Kalu kennenlernte, was ihr in Indien widerfuhr, es war ihre zweite Reise auf den Subkontinent, schildert die Autorin. Ihr Aufenthalt währte 18 Tage, sie machte 2880 Fotos bei der Reise. 280 Bilder davon sind im Buch veröffentlicht. „Wenn man darin blättert, kann man sie sehen“, sagte sie. Das größte, spannendste Abenteuer ihres Lebens bislang, wie sie ausführte, wollte sie gut illustriert wissen. „Unter jedem Artikel befindet sich ein QR-Code. Wer ihn mit seinem Smartphone scannt, kann sich Bilder zu dem Tag online in einem Album anschauen.“

Heide Pinkall hat im Jahr 2006 das Fotografie-Gewerbe angemeldet. Bis 2005 arbeitete sie als Lehrerin im Schuldienst, unterrichtete die Fächer Religion und Geschichte unter anderem in Loxstedt sowie in Lüchow im Wendland.

Ihre Erlebnisse jedes einzelnen der 18 Tage hat sie in ihrem Werk beschrieben. Ein Geheimnis bleibt. „Warum hast du mir geschrieben?“ Diese Frage möchte sie Kalu bei ihrem nächsten Besuch in Indien stellen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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