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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Niederdeutsche Bühne macht ernst

18.12.2018

Brake Die Komödie gab es zum Auftakt mit „Dat Hörrohr“, das Märchen „Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ ist gerade abgespielt. Doch Zeit zum Verschnaufen bleibt bei der Niederdeutschen Bühne Brake (NDB) kaum: Im Januar steht das nächste Stück im Programm. Proben und Bühnenbau laufen bereits auf Hochtouren.

Und das Stück hat es in sich: „Wir wollten mal etwas ganz anderes machen, ein ganz neues Thema, auch ein anderes Publikum ansprechen“, sagt Manuela Schöler, bei der NDB für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ganz neu ist das Genre Kriminalstück zwar nicht, mit einem Stück nach Sebastian Fitzek wagen sich die Braker Laienschauspieler aber nicht nur an einen Bestsellerstoff, sondern auch an einen echten Psychothriller.

Einst jung und schön

Zum Inhalt: Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den „Seelenbrecher“ nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben.

Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen. Doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt. Und dass „Der Seelenbrecher“ auf Platt „De Seelenbreker“ heißt, macht ihn auch nicht wirklich sympathischer.

14 Aufführungen im Januar und Februar

„De Seelenbreker“ ist ein Psychothriller in vier Bildern nach dem Roman „Der Seelenbrecher“ von Sebastian Fitzek. Für die Bühne wurde der Stoff bearbeitet von Marc Gruppe, ins Plattdeutsche übersetzt von Heino Buerhoop. Regie führt Anke Hempel.

Auf der Bühne wirken mit: Renke Brüning als Caspar, ein Patient mit retrograder Amnesie, Tobias Petershagen als Rettungssanitäter Tom Schadeck, Klaus Nicolaisen als Chefarzt Prof. Dr. Samuel Raßfeld, Christine Ulrich als Psychiaterin Dr. Sophia Dorn, Anna Ising als Krankenschwester Yasmin Schiller, Holger Wedeken als Hausmeister Dirk Bachmann, Anke Bode als ältere Patientin Greta Kaminsky, Klaus Decker als Dr. Jonathan Bruck und Anneli Eilers als ein 10 Jahre altes Mädchen. Vor und hinter der Bühne sind dabei: Alexandra Arnold (Regieassistenz), Joe de Graf, Beate Lucht (Requisite und Inspizienz), Ute Seyberth (Souffleuse), Elke Wedeken (Maske), Thorben Sievert (Technik), Hartmut Rohlfs (Tonaufnahmen), Bärbel Menkens (Bühnenbildentwurf) sowie Volker Reinhardt, Bernd Looschen, Peter May und Bärbel Menkens (Bühnenbau).

Termine: 14 Aufführungen stehen im Spielplan der Niederdeutschen Bühne. Premiere ist am Freitag, 25. Januar, um 19 Uhr im BBZ-Forum. Gespielt wird zudem an den Sonntagen 27. Januar, 3., 10. und 17. Februar jeweils ab 15.30 Uhr, am Samstag, 9. Februar, um 20 Uhr sowie wochentags am 29. und 31. Januar sowie am 1., 5., 7., 13.,14. und 15. Februar ab 20 Uhr.

Karten im Vorverkauf gibt es im Bühnenbüro, Breite Straße 41, Telefon  04401/ 8295042, bei Tabak Wege, Bahnhofstraße 19, Telefon  04401/7076680 sowie in Elsfleth im Reisebüro Wege, Steinstraße 31, Telefon  04404/2790.

Allein darin besteht schon eine erste Herausforderung: Trotz der plattdeutschen Sprache, die allzu schnell mit leichten Komödien in Verbindung gebracht wird, „darf es nicht ins Lächerliche abdriften“, weiß Schöler. „Aber der Zuschauer soll auch nicht in der Pause voller Schreck nach Hause gehen.“ Dass die Braker aber ernst können, haben sie oft genug bewiesen.

Gefragt ist da vor allem auch das Feingefühl von Anke Hempel. Die 42-Jährige inszeniert zum ersten Mal in Brake, hat das Stück aber bereits erfolgreich in Neuenburg auf die Bühne gebracht.

Nur in einem Raum

Und da wäre schon die zweite Herausforderung: „Die Bühne in Brake ist riesig“, sagt die gebürtige Leipzigerin, die heute in Bremerhaven lebt. „Da muss man sich schon richtig Gedanken über das Bühnenbild machen.“ Zumal die Handlung des Stücks auf einen Raum beschränkt ist.

Auch für die Schauspieler ist der Stoff eine Herausforderung. „Aber wir kommen gut voran“, verrät Anke Hempel über die Proben, die Anfang November begonnen haben.

Bis zur Premiere am 25. Januar wird die Truppe 35 Mal geprobt haben, wird am Text arbeiten und an den Abläufen feilen. Ganz wichtig: „Das Stück funktioniert nur über die Spannung. Wir müssen unbedingt Spannung erzeugen, um das Kriminalstück auch als Kriminalstück erzählen zu können.“ Aber auch zwischenzeitliche Entspannung dürfe nicht fehlen. Diesen Rhythmus gelte es nun zu finden. Und das funktioniert dann auch auf Platt.

Derzeit sei man so gut in der Zeit, dass zwischen den Feiertagen mit den Proben pausiert werden kann, daher gönnt die Regisseurin ihren Schauspielern eine Pause.


Mehr Infos gibt’s auch unter   www.ndb-brake.de 
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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