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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Niederdeutsche Bühne Brake: Ihre Kleider spielen eine Hauptrolle

19.11.2019

Brake Mathilde Scholz kommt eigentlich von der Literatur. 15 Jahre hat sie sich ehrenamtlich in der Bücherdiele Hammelwarden engagiert. „Aber man kann Literatur auch anders umsetzen“, weiß die 60-Jährige heute – „durch Kostüme“. Und da sie früher schon viel für ihre beiden Kinder genäht hat und heute noch im Haushalt all das erledigt, was Nadel und Faden benötigt, ergab „ein nettes Gespräch mit Spielleiterin Alexandra Arnold den Rest: ein ehrenamtliches Engagement bei der Niederdeutschen Bühne Brake (NDB).

Nähen ist auch für Jessica Eilers (39) eine Leidenschaft. „Das habe ich von meiner Oma übernommen“, berichtet Jessica Eilers. „Meine erste Nähmaschine habe ich mir mit 14 Jahren gekauft.“ Über ihre Tochter Anneli ist sie zur Bühne gekommen. Die hat im Alter von sechs Jahren bei der Kindergruppe Fleutjepieper angefangen, dieses Jahr spielt sie mit 13 die Titelrolle „Jim Knopf“. Akkordeonbegleitung bei den Erwachsenen und Betreuung hinter der Bühne bei den Kindern waren für die Mutter zweier Kinder der Einstieg ins Bühnenleben.

Bei „Pettersson und Findus“ im Vorjahr haben Mathilde Scholz und Jessica Eilers das Schneiderinnen-Team dann verstärkt. In diesem Jahr sind sie erstmals eigenverantwortlich für die Ausstaffierung der Schauspieler von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Und davon gibt es eine ganze Menge: 27 Akteure wollen für 38 Rollen eingekleidet werden. Und auch einige Vorhänge für die Kulissen mussten noch geschneidert werden.

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Beide setzen um, was sich Regisseurin Gudrun Oeltjen-Hinrichs vorstellt. In gemeinsamen Planungen wird abgeklopft, was geht. Und das sei so ziemlich alles, lobt NDB-Sprecherin Manuela Schöler. „Es heißt immer ,Wir überlegen uns was‘, und am nächsten Tag haben sie dann schon was mitgebracht.“

Einige Kostüme dürften Stammbesuchern bekannt vorkommen: „Der erste Weg führt in den riesigen Fundus“, erzählt Jessica Eilers. Doch hier findet sich längst nicht alles. Und was sich findet, muss abgeändert werden. „Da muss man erstmal den Mut aufbringen, das altehrwürdige Teil zu zerlegen“, räumt Mathilde Scholz ein. Die 60-Jährige ist es auch, die die zahlreich benötigten Kopfbedeckungen entwirft und fertigt. „Ich hab’ ein Bild vor Augen und dann schlafe ich eine Nacht darüber, wie ich es umsetzen kann“, schildert sie den Entstehungsprozess. Für sie ist das die größte Herausforderung: vom Bild im Kopf zum fertigen Outfit für die Bühne. „Das Nähen ist dann nicht mehr das Schlimmste.“

Zwölf Aufführungen geplant

Premiere von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist am Freitag, 29. November, um 16 Uhr. Gespielt wird im BBZ-Forum, Gerd-Köster-Straße 4. Weitere Termine sind der 1., 3., 4., 5., 7., 8., 9., 11., 12., 14. und 15. Dezember. Der Vorhang öffnet sich wochentags um 16 Uhr, samstags und sonntags um 15 Uhr.

Karten gibt es für 7 Euro in Brake bei Tabak Wege, Bahnhofstraße 19, Buchhandlung Gollenstede, Breite Str. 8 und Famila-Center, in Elsfleth bei Reisebüro Wege, Steinstr. 3, und unter

    ndb-brake.de/karten/

Herausfordernd sind vor allem auch die neu zu nähenden Kostüme: Aus altem Papier wird ein Schnittmuster erstellt. Dann wird zugeschnitten, abgesteckt und genäht. Und manches Mal auch wieder aufgetrennt. Ein besonderes Augenmerk müssen beide dabei auf die Theatertauglichkeit haben: Klettverschlüsse statt Knöpfe erlauben einen schnelleren Kostümwechsel. Und in einem kratzenden Pullover will niemand eineinhalb Stunden im Scheinwerferlicht spielen.

Anfang September haben beide angefangen zu nähen – und merken jetzt: „Drei Monate sind nichts.“ Dabei wollen sie so viele Kostüme so zeitig wie möglich fertig haben. Denn: „Man spielt ganz anders im Kostüm“, weiß Manuela Schöler, die selber schon Stücke inszeniert hat.

Den Proben in Kostümen fiebern auch die beiden Kostümschneiderinnen entgegen: „Dann kommt der Feinschliff“, sagt Mathilde Scholz. Die nackten Beine, die erst auffallen, wenn der Schauspieler liegt, die Naht, die bestimmte Bewegungen nicht mitmacht – „manches sieht man erst in der Probe“.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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