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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Rambazamba in der heilen Welt

01.12.2018

Brake „Hier bin ich Hahn, hier darf ich’s sein.“ Carusos Leben könnte so schön sein, nachdem er gerade so dem Kochtopf von Gustavsson entkommen ist. Denkste! Denn da ist ja noch Findus. Der kleine Kater ist nicht nur eifersüchtig auf die Sangeskünste des stolzen Gockels, sondern auch ganz schön gewitzt – und schickt Caruso erstmal trickreich in die Wüste und bringt das nach Hähnchenliebe schmachtende Oberhuhn Prillan damit an den Rand einer Depression.

Wer kann nur so liebenswert durchtrieben sein? Lena Büsing kann. Einfach herrlich, wie schelmisch sie Caruso (Björn Dehnbostel) aufs Kreuz legt, Pettersson (Franz Bittner) immer wieder um den Finger wickelt, die Hühner um Prillan (Carina Schramm) ebenso neckt wie Nachbar Gustavsson (Dieter Hashagen) und schließlich den Fuchs (Josefine Keller und Charlotte Freitag) vertreibt.

Aber die 15-Jährige handelt ja nur auf Anweisung. Geschrieben hat die Abenteuer des kleinen Katers, der in einer ebenso kleinen Schachtel zu Single Pettersson gekommen ist, Sven Nordqvist. Für die Braker Bühne bearbeitet hat die mehreren Büchern entstammenden Abenteuer Manuela Schöler.

Nur Findus’ Gesang (und der der Hühner) darf bei den weiteren Vorstellungen ruhig noch etwas kräftiger werden. Schließlich will Findus Caruso ja in nichts nachstehen. Allerdings ist der auch ein gewichtiges Vorbild: Schließlich hat Björn Dehnbostel als Seele-Fant (Urmel), Baloo (Dschungelboot) und weiteren Rollen in Weihnachtsmärchen einen jahrelangen Vorsprung.

Mit viel Liebe zum Detail hat Regisseurin Schöler die Vorlage auf die Bühne gebracht, bestens unterstützt von Edda Dindas, Elke Schneider, Mathilde Scholz und Jessica Eilers, die prachtvolle Kostüme geschneidert haben, sowie Volker Reinhardt, Peter May, Bärbel Menkens und Bernd Looschen, die wahrlich ein Bullerbü-Idyll ins BBZ gezaubert haben.

Und weil die „Abenteuer von Pettersson und Findus“ das diesjährige Märchen in der Weihnachtszeit sind, haben sich nach gegenseitigen Beleidigungen wie „Vorgartentiger“ und „Gummiadler“ am Ende nicht nur Findus und Caruso wieder lieb. Selbst der gemeinsame Feind, der Fuchs, darf beim Schlussbild mitfeiern.

Zu sehen sind die Abenteuer nach der umjubelten Premiere vor rund 250 Zuschauern am Freitag noch elf Mal – wochentags (4., 5., 6., 10., 12. und 13. Dezember) öffnet sich der Vorhang um 15 Uhr, samstags (8. und 15. Dezember) und sonntags (2., 9. und 16. Dezember) 16 Uhr.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Ein Video von der Generalprobe unter   www.nwzonline.de/videos 
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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