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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Eine Nacht im Parkhaus

25.03.2019

Brake Es ist ein bisschen „Sex and the City“, nur im Parkhaus. Es ist ein bisschen „Hangover“, nur im BBZ-Forum statt in Las Vegas: Am Freitagabend feierte die Karaoke-Komödie „Tussipark“ bei der Niederdeutschen Bühne Premiere. Das Fazit: Wenn die vier Frauen alleine im Parkhaus sind, dann wird das Zwerchfell der Zuschauer strapaziert.

Das Stück, welches 2014 in Hochdeutsch in Dresden Premiere feierte und nun in der plattdeutschen Übersetzung von Markus Weise in Brake gespielt wird, dreht sich um vier unterschiedliche Frauen, die sich unverhofft über Nacht zusammen in einem verschlossenen Parkhaus wiederfinden. Nach anfänglichem Ankeifen, kommen Jennifer (Elke Moorbeck-Böse), Wanda (Sarah Harms), Pascaline (Pia Sandersfeld) und Grit (Frederike Gomilar) gut miteinander zurecht.

Punktgenaue Monologe

Obgleich der Inhalt des Stückes eher seichter Natur ist, haben die vier Hauptdarstellerinnen Einiges zu tun. Jede von ihnen hat mindestens einen längeren Monolog, der bei der Premiere jeweils punktgenau und wirkungsvoll abgeliefert wurde. Hervorzuheben ist vor allem Elke Moorbeck-Böse, deren Charakter Jennifer Fremdwörter permanent falsch ausspricht. Die mal etwas weiter hergeholten, mal nur durch simple Buchstabenänderung (Konservation statt Konversation) herbeigeführten Versprecher sind herausfordernd, werden aber von Moorbeck-Böse so selbstverständlich daher gesagt, dass das Publikum regelmäßig etwas zu lachen hat. Aber auch die Gesprächsthemen, die sich meist um Männer oder Sex drehen, sind überzeugend gespielt und bieten – nicht nur für Frauen – genügend Anlass für Erheiterung.

Viele Lacher

Für Lacher sorgt derweil auch der „Überraschungsgast“, der den betrunkenen Parkhauswächter Holger spielt: Bürgermeister Michael Kurz. Das Stadtoberhaupt schwankt durch die Szene und hat einen der besten Einzeiler des Stückes. Laut Manuela Schöler, bei der Bühne zuständig für Pressearbeit, wird Kurz an den meisten Aufführungen teilnehmen.

Überzeugend ist auch das Bühnenbild, in das dieses Mal wirklich viel Energie geflossen ist. Zentrum ist ein echtes Auto, welches von den Bühnenbauern Bärbel Menkens, Peter May, Volker Reinhardt und Bernd Looschen in das passende, betongraue Parkhaus-Ambiente eingebaut wurde. Das breite Bühnenbild bietet den Hauptdarstellerinnen genug Platz zur Entfaltung und für die Zuschauer lohnt es sich, den Blick auch mal schweifen zu lassen. Was Elke Moorbeck-Böse, Pia Sandersfeld, Sarah Harms und Frederike Gomilar manchmal am Bühnenrand treiben ist versteckt, aber durchaus einen Lacher wert.


Alle weiteren Aufführungstermmine unter   www.ndb-brake.de 
Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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