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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Ehepaar parkt seine Pflanzen im Schatten

19.06.2018

Brake Als im Mai und Anfang Juni hochsommerliche Temperaturen von über 30 Grad erreicht wurden, wird es das Ehepaar Blohm aus Brake gut in seinem schattigen Garten ausgehalten haben. Nur wenige Sonnenstrahlen dringen in die 400 Quadratmeter große Grünfläche hinter ihrem Haus durch. Und das hat auch einen guten Grund: „Wir mögen es nicht so bunt“, erklärt Reiner Blohm. Deshalb haben seine Frau Hanne und er eine Grünanlage mit ausschließlich schattenverträglichen Pflanzen angelegt. „Wir sind stolz auf unseren abwechslungsreich gestalteten Garten“, sagt der 66-Jährige.

Naturfreunde können sich selbst ein Bild machen vom Schattengarten hinterm Haus in der Schlesier Straße 4. Am Sonntag, 24. Juni, stellt das Ehepaar Blohm interessierten Gästen bei der „Offenen Gartenpforte“ von 10 bis 18 Uhr unter anderem seine Funkiensammlung vor. 350 verschiedene Sorten Funkien (botanisch: Hosta) finden Platz in dieser Idylle: „Wir haben mit der Schattierung optimale Bedingungen für unseren Funkienplatz geschaffen. In der Sonne würden sie verbrennen.“

Zum achten Mal beteiligen sich die Braker an der Aktion. Die Blohms werden auch am 15. Juli und 19. August (ebenfalls 10 bis 18 Uhr) ihre Pforte für den „Gartenmarathon“ öffnen. Gruppenführungen zu anderen Terminen sind nach Absprache unter Telefon 04401/982204 ebenfalls möglich.

Zu der grünen Oase gehört auch der große Teich. In ihm tummeln sich Wasserpflanzen. Das Gewässer stellt einen Teil der Diagonalen dar. Vom Steg aus kann man über den Teich und den dahinter folgenden Rasen bis zum Häuschen am anderen Gartenende gucken. „Die diagonale Achse lässt den Garten größer aussehen“, verrät Reiner Blohm schmunzelnd.

Die Funkienliebhaber haben zudem Hortensien und Clematis in ihrem Kleinod. Letztere bringen sogar einen „royalen Touch“ in den Garten an der Schlesier Straße. Die Sorte Clematis, die die Blohms besitzen, sind nach dem britischen Thronfolger Prinz Charles benannt.

Weiter gibt es eine Reihe von Bambussen. Die behalten ihr Laub im Winter und deswegen findet Reiner Blohm sie auch in der kalten Jahreszeit ansehnlich. Aufgrund der ungewöhnlich heißen Witterung wuchsen die Gräser innerhalb von drei Wochen einen halben Meter. „Jeden Abend hab ich um 20 Uhr mit dem Zollstock gemessen“, sagt der 66-Jährige und grinst. Sein Amerikanischer Trompetenbaum ist dafür bereits ausgeblüht. Normalerweise würde er erst im Juni blühen. Die Hitze beschleunigte den Vorgang.

Das Rentnerpaar empfängt aber nicht nur Besuch, die Beiden reisen auch schon mal bis zu 300 Kilometer, um sich einen Garten anzusehen. Die Braker waren auch schon in England: „Ein Muss für jeden Gartenfreund.“

In den 1980er-Jahren hatten sich die Hobbygärtner den Traum vom eigenen Haus mit Garten verwirklicht. Für Reiner Blohm ist der Garten ein erweiterter Wohnraum im Grünen: „Wie eine Wohnung, die sich den Lebensverhältnissen anpassen sollte.“

Trotz der Leidenschaft sind sich die Eheleute einig, dass sie nicht zum „Sklaven“ des Gartens werden wollen. „Es soll keine Arbeit sein, sondern eine Beschäftigung“, so Reiner Blohm. Sonst mache man etwas falsch.

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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