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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Religion: Heiter bis wolkig zum Auftakt

08.01.2018

Brake In der Antike wurde in Griechenland mit der „Agora“ der Platz bezeichnet, auf dem Versammlungen des Volkes stattfanden und sich das öffentliche Leben abspielte. In der Kreisstadt gibt es dem Namen nach auch eine Agora. Gemeint ist der Versammlungsmittelpunkt im Gymnasium Brake. Er wurde am Samstag anlässlich des 15. Ökumenischen Neujahresempfangs, zu welchem die Kirchengemeinden eingeladen hatten, zum Mittelpunkt des öffentlichen Lebens der Stadt.

Weit über 250 Menschen waren der Einladung gefolgt, um einen nicht immer ganz ernst gemeinten Jahresrückblick und Jahresausblick zu bekommen. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch das Bundesbahnsozialwerk-Orchester Brakes unter der Leitung von Rüdiger Drewanz begleitet.

Der Ökumenische Neujahresempfang ist für den Bürgermeister Michael Kurz der erste Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt. Er würdigte die Verdienste aller Ehrenamtlichen in der Stadt. Durch ihren Einsatz werde Brake erst attraktiv und steigt die Lebensqualität aller. Auf einen Jahresrückblick verzichtete Kurz in diesem Jahr ganz bewusst. Er legte das Augenmerk auf das Thema der finanziellen Lage der Stadt und erklärte den Anwesenden die Möglichkeit, in den nächsten Jahren die noch vorhandenen Kassenkredite der Stadt entscheidend zu minimieren.

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Brake kann finanzielle Hilfen durch das Land bekommen. Die Stadt muss dafür jedoch finanzielle Eigenleistungen erbringen. Da die Sparmaßnahmen weitestgehend ausgeschöpft sind, steht eine Erhöhung der Grundsteuer B zur Diskussion. Der Rat werde sich gewissenhaft mit dieser Frage beschäftigen. Eine Bürgerbefragung, wie sie durch die SPD-Fraktion als Antrag in den Stadtrat eingereicht worden ist, lehnt Kurz aufgrund der Komplexität der Materie jedoch ab.

Bei einem ökumenischen Neujahresempfang steht es außer Frage, dass auch die Kirche einen kritischen Blick auf ihre eigene Arbeit richtet. Als Schwerpunktthema wurde in diesem Jahr die Digitalisierung und die damit verbundenen Chancen und Risiken für die Kirche gewählt. Johannes Hörnemann, Pressereferent im Bischöflich Münsterschen Offizialat, führte seine Gedanken zu der „Kirche 4.0“ aus. Die Kirche werde sich dem Wandel, die die zunehmende Digitalisierung mit sich bringt, stellen müssen.

Trotz aller technischen Möglichkeiten lebt die Kirche vor Ort durch ihre Gemeindemitglieder. Einen kleinen Eindruck über die bunte Mischung des kirchlichen Lebens in Brake gab Pastor Christian Egts in seinem Jahresrückblick. Seine Ausführungen wurden durch Bilder untermalt.

Beim „Schwarzen Humörchen – mehr geht nicht“ boten die Pfarrer Rüdiger Gryczan, Dirk Jährig und Christian Egts ein Kabarett der besonderen Art. Gesellschaftliche und politische Ereignisse des In- und Auslandes des letzten Jahres wurden auf bissige und humorvolle Art und Weise auf die Schippe genommen. Im weiteren Verlauf ihrer Darbietung wurde schließlich die Auszeichnung des „Vogels des Jahres“ vollzogen. Sie gebührt dem Trio zufolge dem Präsidenten der USA, Donald Trump. Er hat im letzten Jahr so viel Angriffsfläche geboten, dass das Trio zahlreiche Anmerkungen darüber machen konnte. Den Höhepunkt ihrer Darbietung bildete ein Songtext auf Trump, der zur Melodie von Jürgen von der Lippes „Guten Morgen liebe Sorgen“ vorgesungen wurde. Er begann mit den vielsagenden Sätzen: „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Präsident. Habt ihr heute schon getwittert darauf wartet doch die Welt.“

Nach rund zwei Stunden wurde das Programm durch die Sternsinger beendet. Die anschließend eingesammelten Spenden sollen im ökumenischen Sinne zu gleichen Anteilen an Projekte gegen Kinderarbeit und „Brot für die Welt“ gehen.

Was bleibt nun für 2018? Die Devise könnte gemäß den Begrüßungsworten von Pastor Karl-Heinz Vorwerk ganz einfach sein: „Wir sagen nie mehr, die da oben sollen, sondern wir sagen, wir hier unten wollen. Viele Probleme können von oben gar nicht gelöst werden. Sie brauchen auch das untere Mitwirken. Und so suchen wir die Fehler in diesem Jahr mal nicht bei den anderen, sondern bei uns selbst. Dann brauchen wir den anderen nicht zu ändern, um selbst fehlerhaft zu bleiben.“

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