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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Broadway-Klassiker begeistern

15.02.2016

Nordenham Alle Parkplätze rund um die Friedeburg belegt, alle umliegenden Straßen dicht an dicht zugeparkt, der Stadthallensaal bis auf den allerletzten Platz besetzt: Götz Alsmann in concert! Der Musiker mit der berühmten Haartolle, „der König des deutschen Jazzschlagers“, der „musikweltreisende Tausendsassa“ oder „der Münsteraner Alleskönner“ ist am Freitagabend auf Einladung der Landessparkasse zu Oldenburg für ein Konzert in Nordenham zu Gast.

In Erinnerung an seine Kindheit, als er von seiner Mutter und seiner Oma regelmäßig zu Modeschauen mitgenommen wurde, auf denen er den amerikanischen Pianisten Big Bobby Bingo traf und sich in seine „Serenade in blue“ verliebte, war Götz Alsmann ebenso wie seine Band um Altfrid Maria Sicking (Vibraphon, Marimba und Trompete), Michael Ottomar Müller (Bass), Rudi Marhold (Schlagzeug) und Markus Passlick (Perkussion) stilecht in ein bonbonfarbenes Sakkos mit schwarzem Samtkragen und klitzekleinen schwarzen Samtstreifen gekleidet.

Unsterbliche Schlager

„Broadway“ hieß das Programm mit den unsterblichen Revueschlagern und Klassikern der 1930er- bis 50er- Jahre. Es waren bekannte Stücke aus dem sogenannten Great American Songbook mit Kompositionen etwa von Cole Porter und George Gershwin, Jerome Kern und Rodgers & Hammerstein, einst gesungen auch von Musiklegenden wie Frank Sinatra, Ella Fitzgerald oder Sammy Davis Jr.. Sie erklangen allerdings nicht im Original, sondern in deutschsprachigen Versionen, die Götz Alsmann aus verstaubten Archiven nach Jahrzehnten erstmals wieder hervorkramt hat.

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Er interpretierte sie natürlich ganz nach seinem eigenen Gusto, mal modern, mal schwülstig, immer gefällig – ein gelungener Spagat zwischen ernsthafter, großer Musik und bisweilen erbarmungslos kitschigen Texten. Beispielsweise wenn er mit einer ordentlichen Prise Schmacht und Schmalz „Es ist die Liebe, die so glücklich macht“ sang, wenn er bei „Ein Wandersmann“ in den Lyrics zwar angemessen treudeutsch daherkam, das Ganze aber in lateinamerikanischem Rhythmus mit effektvoll eingesetzter Fünfziger-Jahre-Orgel servierte oder wenn sich das gute alte „Blue Moon“ in einer „Mondnacht am Meer“ am italienischen Golf von Tarent wiederfand.

Aufnahmen in den USA

Alle 18 Ohrwürmer klassischer Musical-Highlights übrigens sind die Tracks seiner neuesten CD „Am Broadway“, für die er mit seiner Band im Mai 2014 extra in die USA gereist war. Nach New York, an den Broadway. In den ältesten noch betriebenen Aufnahmestudios, den Sear Sound Studios, spielten sie dieses Album ein. Originalmusik an Originalschauplätzen, aber mit deutschen Texten, denn „ich möchte auch verstehen, was ist höre,“ sagte Götz Alsmann.

Und er wäre nicht Götz Alsmann, wenn er nur tolle Musik machen würde, die das Publikum begeistert, sondern wenn er zwischendurch nicht auch viel reden würde. So er erzählte mit einem zum Teil atemberaubenden Wortschwall die Geschichten der Lieder, die Geschichten seiner Jugend – und natürlich erzählte er, und das zog sich wie ein roter Faden durch den Abend, von New York.

Das Publikum lachte, trampelte und pfiff. Götz Alsmann hielt was er verspricht. Zum Schluss, quasi als Schmankerl, gab er fünf Zugaben oben drauf – diesmal mit „Leise rauscht es am Missouri“ (Bruce Low) und „Der kleine Boy vom Grandhotel“ (Leila Negra) unter anderem aus Musicals diesseits des großen Teiches.

Als die LzO den fünf Musikern fünf Flaschen „Butjenter Wumken“ spendierte, bedankte sich Götz Alsmann mit einem spontan getexteten Lied „So lecker, so lecker schmeckt ein Schnäpschen aus Nordenham“ nach einer Melodie von Udo Jürgens. Götz Alsmann flapsig: „Besser als ein Blumenstrauß von der Tanke.“ Und er versprach: „Und ich komme wieder!“

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