• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Jugendhilfe: Buchtitel per Skulptur in Szene gesetzt

12.02.2016

Nordenham Ein auf einem Fahrrad sitzendes rosarotes Schwein bildet derzeit einen Blickfang in der Nordenhamer Stadtbücherei. Wer „Ein Fall für Freunde: Geschichten aus Mullewapp“ des Autors Helme Heine kennt, ahnt, dass es sich bei dem Schwein um Waldemar handelt. Es ist aber nicht das einzige Exponat einer Ausstellung, deren Werke von Teilnehmern eines Kreativworkshops des Pro-Aktiv-Centers (Pace) Wesermarsch stammen.

Pace ist ein im Landkreis Wesermarsch unter dem Dach der Kreisvolkshochschule angesiedeltes Projekt der niedersächsischen Jugendberufshilfe. Sie bietet ein Beratungs-, vermittlungs- und Betreuungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren, erläuterte Projektleiterin Margitta Sweers. Dafür stehen in Brake drei und in Nordenham (in der Grundschule FAH an der Margaretenstraße) zwei sogenannte Case-Manager zur Verfügung. Sie sind die Anlaufstelle für die Rat und Tat suchenden Jugendlichen.

Bereits seit einigen Jahren bietet das Pro-Aktiv-Center auch Kreativworkshops unter der Leitung von Heiko Bahlmann an. So sollen das Selbstbewusstsein, das Gefühl für eigene Stärken, der Teamgeist und die Strukturierung des Alltags fördern. Das Angebot ist vielfältig und berücksichtigt die Wünsche und Interessen der Teilnehmer.

Die Idee für den mit der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag in der Stadtbücherei abgeschlossenen Workshop war bereits Mitte vergangenen Jahres entstanden. Die Aufgabe für die Teilnehmer: den Titel eines Buches oder eines Filmes mit einer Skulptur aus Pappmache darzustellen. Die Ergebnisse sind sehr sehenswert, befand auch die stellvertretende Bücherleiterin Marina Schnathmann.

Imke Freudenburg beschäftigte sich mit „Pink – zwei Gesichter“. Sie ließ die Sängerin per Skulptur aus der Gosse direkt auf die Bühne steigen. Patricia Wenzel, die mit Tieren aufwuchs, versuchte sich an „Ostwind“, der Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem blonden Mädchen Mika und dem wilden schwarzen Hengst Ostwind.

„Fuck ju Göhte“ erzählt von überforderten Lehrern und gestörten Schülern, die Zeynep Acar mit ihrer Skulptur einer Klassenszene sehr trefflich in Szene gesetzt hat. Nesrin Fakhro lässt die fünf „Kindköpfe“, ehemalige Sandkastenfreunde, gute alte Zeiten in einer Strandsituation wieder aufleben.

Gleich drei Werke steuerte Case-Managerin Süntka Janssen zu der Ausstellung bei. Neben Schwein Waldemar, dem größten Exponat der Ausstellung, stellt sie auch die Bücher-Titel „Der Fisch, der lieber eine Alge wäre“ und „Als Gott ein Kaninchen war“ per Skulpturen dar.

Nachdem die Workshop-Teilnehmer das Buch gelesen oder den Film gesehen hatten, erfolgte die Phase der planerischen Umsetzung, erläuterte Heiko Bahlmann. Fast drei Monate wurde dann bei den wöchentlichen Treffen mit der klebrigen Pappmache gearbeitet.

Die Ergebnisse des Workshops sind noch bis Ende des Monats Februar zu besichtigen. Die Stadtbücherei (An der Gate 1) ist montags, dienstags und donnerstags von 10 bis 18 ihr sowie freitags und sonnabends von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2202
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.