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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

THEATER: Bühne frei für den Schwerenöter

14.03.2006

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE FRIEDRICH-AUGUST-HÜTTE - Bei den „Plattdüütschen“ der Niederdeutschen Bühne Nordenham steigt von Tag zu Tag die Vorfreude auf die Premiere. Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr öffnet sich im Kasino Friedrich-August-Hütte zum ersten Mal der Vorhang für die Komödie „Willi, de Fruchtbore“.

Die Blexer Autorin Inge Debelts hat das Stück geschrieben, und sie führt auch Regie. Wie der stellvertretende Vorsitzende der Bühne, Michael Schmidt, mitteilt, ist die Arbeit mit Inge Debelts immer etwas Besonderes. Das liegt unter anderem an ihrem hohen Anspruch, der sich auch darin widerspiegelt, dass die „Plattdüütschen“ bis zu 45-mal proben. Mitte Dezember ist das Ensemble mit den Proben für „Willi, de Fruchtbore“ angefangen. Inzwischen steht das Bühnenbild, die Kostüme sind fertig, der Text sitzt – es kann losgehen.

Im Mittelpunkt des turbulenten Dreiakters steht Willi Pusback, der von Georg Schultz gespielt wird. Willi Pusback ist ein Schwerenöter. Vor Jahren hat er seine Frau Elsbeth in dem kleinen norddeutschen Kaff namens Ackebarg mit fünf Kindern sitzen lassen und ist nach Spanien abgehauen. Dort hat er erneut geheiratet – und weitere vier Kinder in die Welt gesetzt. Nun kehrt der Heiratsschwindler wieder nach Ackebarg zurück – als Hypnotiseur und Zirkusdirektor Harry Harras und natürlich mit einer neuen Frau im Schlepptau. Elvira heißt sie, verdient ihren Lebensunterhalt als Assistentin eines Messerwerfers, dessen Sehkraft so langsam aber sicher nachlässt.

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Gleich drei Frauen hat der Halunke Willi, alias Harry, geprellt. Und die kommen dem Hallodri irgendwann auf die Schliche und verbünden sich gegen den Schwerenöter. Eine Ausgangssituation die reichlich Turbulenzen verspricht. Das Publikum kann sich jedenfalls auf einen vergnüglichen Abend freuen – mit vielen Pointen und mit einem Georg Schultz, der in seiner Paraderolle zunehmend in die Bredouille gerät. Neben Georg Schultz wirken Heidi Winter, Renate Brüggemann, Michael Schmidt, Helga Schultz, Reiner Böning und Traute Funk mit.

Auch hinter den Kulissen bieten die „Plattdüütschen“ wieder ein erfahrenes Team auf. Für die Inspizienz ist Manfred Scherotzki zuständig, für die Maske Angelika Fensch und für die Kostüme Almuth Kowalski. Als Souffleuse fungiert Gerda Witt. Um die Technik kümmern sich Rolf Puhl und Andreas Günter, um das Bühnenbild haben Bodo Debelts, Horst Dirksen und Manfred Scherotzki.

Nach der Premiere wird das Stück noch elfmal aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am 18., 19., 23., 24., 30. und 31. März sowie am 1., 2. und 3. April. Nachmittagsvorstellungen sind am 25. und 26. März.

Karten für „Willi, de Fruchtbore“ gibt es bei Lederwaren Clausen in der Bahnhofstraße 19. Gruppenkarten können bei Familie Krupp unter 7185 bestellt werden.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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