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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kultur: Büste an Kaje ist das große Ziel

15.02.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T11:55:42Z 280 158

Kultur:
Büste an Kaje ist das große Ziel

Brake Am 30. Dezember 2014 jährt sich zum 125. Mal der Geburtstag Georg von der Vrings. Der Maler und Schriftsteller, der 1889 in Brake geboren wurde und am 1. März 1968 in München starb, ist der einzige Ehrenbürger der Kreisstadt. Er liegt auf dem Hammelwarder Friedhof begraben. Zum 125. Geburtstag plant die Georg-von-der-Vring-Gesellschaft in diesem Jahr eine Vielzahl von Veranstaltungen.

Das große Ziel ist es, an der Kaje eine Büste des Ehrenbürgers aufzustellen. Das wird in diesem Jahr jedoch nichts mehr werden. Denn zunächst müssen Sponsoren gefunden werden, die helfen, das Projekt finanziell zu stemmen, so Henner Funk, Vorsitzender der Gesellschaft.

„Seine Weltbühne“

Die Kaje war Georg von der Vrings Lieblingsplatz, „seine Weltbühne“, wie Henner Funk sagt. Ein besserer Ort, um mit einer bronzenen Büste an den Ehrenbürger zu erinnern, ist somit kaum vorstellbar. Doch die Kosten sind hoch.

Funk hat mit einem bei Berlin wohnenden und arbeitenden Künstler Kontakt aufgenommen. Der hat kalkuliert, dass eine Summe zwischen 20 000 und 25 000 Euro aufzubringen wäre, um die Büste und einen entsprechenden Sockel zu fertigen. „Das ist für die Gesellschaft finanziell nicht zu schaffen“, sagt der Vorsitzende.

Henner Funk und seine Mitstreiter wollen nun das Jahr des 125. Geburtstags nutzen, um Georg von der Vring mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen – und natürlich auch ins Bewusstsein potenzieller Sponsoren für die Büste.

Im April wird Henner Funk die „Blaue Stunde“ im Schiffahrtsmuseum – das von der Vring einen kompletten Raum widmet – bestreiten und aus der Kindheit und Jugend des Ehrenbürgers berichten. Zudem hat Funk mit dem Braker Gymnasium gesprochen und angeregt, dass sich die Schüler im Fach Deutsch im Rahmen eines Projekts mit „Soldat Suhren“ beschäftigen. Das Buch, das von der Vring unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs schrieb, gilt als erster Anti-Kriegsroman. Das Gymnasium habe auf die Anregung positiv reagiert, sagt Henner Funk.

Gedichte aus der Feder von der Vrings sind vertont worden. Die Gesellschaft liebäugelt damit, die Lieder in Brake bei einem Konzert von Sängern interpretieren zu lassen.

Hörspiele fürs Radio

Und: Von der Vring hat auch Hörspiele geschrieben, die in den 60er Jahren gesendet wurden. Henner Funk hat mit dem NDR Kontakt aufgenommen und erfahren, dass noch Mitschnitte existieren. Er hat die Hoffnung, dass der Sender die Hörspiele anlässlich des 125. Geburtstags noch einmal bringt.

Für die kommende Woche hat Funk ein Gespräch mit Klaus Decker von der Stadtverwaltung verabredet. Er will ihn davon überzeugen, dass die Stadt eine offizielle Festveranstaltung am 30. Dezember auf die Beine stellt. Die Ratsfraktionen hat Funk in dieser Sache ebenfalls bereits angeschrieben.

Und noch eine Idee gibt es, für die Henner Funk bislang allerdings einen Korb bekommen hat. Von der Vrings erfolgreichster Roman war der 1937 erschienene und in Brake spielende Krimi „Die Spur im Hafen“. Von dem Buch existiert eine niederdeutsche Theaterfassung. Vor vielen Jahren ist das Stück nach Informationen Henner Funks in Brake auch schon einmal aufgeführt worden.

Der Vorsitzende der Vring-Gesellschaft ist im Besitz des Original-Rollenbuchs. Funk hat mit der Niederdeutschen Bühne Brake Kontakt aufgenommen und angefragt, ob sie das Stück angesichts des besonderen Anlasses in diesem Jahr aufführen könnte. Dafür habe es jedoch eine Absage gegeben, bedauert Henner Funk.

Das Stück passe nicht in den Spielplan, sagte am Freitag auf Nachfrage der NWZ  Bühnenleiter Helmut Stührenberg.