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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Eigenes Griechenland am Strand

12.02.2018

Burhave „Klappe halten“ und „Toben“ sind die beiden einzigen Paragraphen des neuen TaTaah-Gesetzes in Butjadingen. Auch wenn deren Anwendung noch nicht reibungslos funktionierte, so haben sie doch dazu beigegetragen, dass der Karnevalsverein TaTaah Butjadingen den schwierigen Spagat zwischen traditioneller Prunksitzung und rauschender Faschingsfete meisterte. Bei den beiden ausverkauften Veranstaltungen am Freitag und Samstag verwandelten die Akteure auf der Bühne und rund 400 meist kostümierte Besucher den Burhaver Rathaussaal in ein närrischen Tollhaus.

Klappe halten und toben

„Getobt“ wurde nicht erst bei den After-Show-Partys mit DJ Max vom Deich und am Samstag als Special Guest auch DJ Track Shooter, sondern bereits während des gut dreistündigen Programms. So hatte TaTaah-Präsident Reinhard Evers auch ein wenig Mühe, den Paragraphen 1 („Klappe halten“) durchzusetzen, um den Aktiven in der Bütt Gehör zu verschaffen.

In die Bütt stieg er zunächst selbst, um bei den „TaTaah-News“ eine bebilderte Hymne auf den TaTaah-Tat-
ort Waddens vorzutragen, dessen Vertreter mit Reinhard Evers den Elferrat bildeten.

Sein erfolgreiches Debüt feierte Ahmed Hashmi. Bei seinen närrischen Betrachtungen nahm er die große Politik aufs Korn. „Die Welt aus Narrensicht betrachten und dabei doch die Grenzen achten“ gelang dem Debütanten sehr gut. Gekonnt verpackte er bedeutende Ereignisse in Reime („Wolfsverherrlichung und Düngeknebel/überzogene Schutzgebiete und viel grüner Nebel“).

Einen Höhepunkt der TaTaah-Prunksitzungen bildete einmal mehr der Auftritt von Elfriede (Niklas Köhne) und Hinnerk (Frank Vorwerk). „Ich wollt‘, ich wär‘ ein Huhn“ lautete ihr Motto, mit dem sie sich nicht nur auf die große politische Bühne wagten, sondern auch Butjenter Ereignisse thematisierten. So erkoren sie Bürgermeisterin Ina Korter zur brütenden Oberglucke im Rathaus, das einem Hühnerhof ähnelt.

Niemanden hielt es auf den Sitzen, als Elfriede dem neuen Hit „TaTaah, wunderbar ist TaTaah“ nach der Melodie von „Sierra Madre“ schmetterte. Dabei wurde Niklas Köhne nicht nur von Frank Vorwerk, sondern auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (Harald Plümer), SPD-Chef Martin Schulz (Henning Hedden) und CSU-Altboss Horst Seehofer (Gustav Harbers) unterstützt, die extra aus Berlin angereist waren.

An einem neuen Traumschiff für den Kreuzfahrtterminal, den die Fischereigenossenschaft in Fedderwardersiel errichten lässt, werkelten Kapitän Sören Schiller und Deckoffizier Nils Hansing. Zum Erfolg der Slapstickeinlagen, garniert mit witzigen Sprüchen, trugen auch Bauarbeiter Tjorven Martinsen und Passagierin Svenja Briesenick bei.

Tiefe närrische Einblicke in die Kurverwaltung gab deren Reinigungsfachkraft Gustav Harbers. Er berichtete, dass „wir können jetzt gut leben, denn der Gemeinderat hat frisches Geld gegeben. Er schafft sich bei dem Schuldenstand mit der Kur und Touristik sein eigenes Griechenland“. Gustav Harbers tritt bereits seit 44 Jahren in die Bütt.

Ebenfalls Stammgast auf der Burhaver Karnevalsbühne ist Johann Evers. Er kam als Extremsportler, da er ja extrem selten auf Rollerskates unterwegs ist. Gemeinsam mit Claudia Cornelius bildet Johann Evers die neue CDU-Doppelspitze im Rat. Dass sei erforderlich gewesen, um den schweren Verlust durch den Fortgang ihres Vorgängers Wilhem Has auch gewichtsmäßig ausgleichen zu können.

Die Lacher auf ihrer Seite hatten Corinna und Johann Evers beim Sketch „Im Wartezimmer“, bei dem sie sich jedoch am jedoch Rande der Verunglimpfung verschiedener Gruppen bewegten, was aber nicht beabsichtigt gewesen sei, wie sie sagten.

Bloß nicht lachen

Als Witzbolde präsentierten sich Birte Bliefernich und Niklas Gebauer, die die Standhaftigkeit einiger Besucher testeten, die die Scherze mit mit Wasser gefülltem Mund verfolgen musste. Dabei zeigte sich Sögels Karnevalspräsident Johannes Lake als wenig „wasserfest“. Die Freunde vom Karnevalsverein im Emsland waren wieder mit einer größeren Abordnung nach Burhave gekommen.

Computerstimme Alexa alias Kim Terhaag und Mareike Nuss tat ihr internes Wissen über die Eigenarten einiger Butjenter kund.

Das Salz in der Suppe sind beim TaTaah-Karneval die Tanzeinlagen. Den Auftakt machte das TaTaah-Tanzballett mit dem obligatorischen Gardetanz. Ihre tänzerischen Qualitäten bewiesen einmal mehr auch die Flachlandpiraten und das Männerballett Deichelfen. Eine gelungene Premiere feierten die Kellergeister, unter ihnen einige Mitglieder der ehemaligen Costa-Burhava-Girls.

Für den musikalischen Part war nicht die die Chaos-Combo zuständig. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr eroberte erneut der Shantychor Rodenkirchen die Gunst der Burhaver Narren, und das insbesondere mit dem Klassiker „Nachts auf der Reeperbahn“ mit TaTaah-Techniker Dirk Töllner als Vormann.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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