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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Start mit schöner Überraschung

19.08.2019

Burhave „Butjarland – klangvoll und bunt“ lautet der Titel der 34. „Gezeiten“. Am Freitagabend sind die Kunst- und Kulturwochen eröffnet worden – mit plattdeutschen Texten, Musik und einer Überraschung: Silke Trolldenier ist mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft ausgezeichnet worden.

Das Programm der 34. Gezeiten umfasst 16 Veranstaltungen. Die meisten davon werden von Butjentern gestaltet. Das Angebot umfasst Konzerte, Fachvorträge, Ausstellungen und das obligatorische „Goode Butjenter Eeten“, das seit 33 Jahren bei den Kunst- und Kulturwochen nicht fehlen darf.

Bei der Eröffnung am Freitagabend im Burhaver Atrium begrüßte Renate Knauel, Vorsitzende des „Gezeiten“- Arbeitskreises, die Gäste. In ihrer Rede hob sie hervor, dass Butjadingen eine Gemeinde mit viel schöpferischer und kreativer Kraft sei. Deshalb habe es nahegelegen, diesen Landstrich in den Mittelpunkt der „Gezeiten“-Wochen zu stellen.

Grußworte sprachen Butjadingens stellvertretende Bürgermeisterin Martina Geberzahn und der stellvertretenden Landrat Dieter Kohlmann. Sie lobten das große Engagement der rund hundert Kunst- und Kulturschaffenden, die in diesem Jahr vor und hinter den Kulissen bei den „Gezeiten“ mitwirken.

All diesen Menschen dankte auch die Landtagsabgeordnete Karin Logemann, bevor sie zur großen Überraschung aller Gäste mit einer Laudatio auf Silke Trolldenier begann. Dass die ehemalige Galeristen aus Ruhwarden an diesem Abend eine hohe Auszeichnung erhalten würde, war ein bis zu diesem Moment bestens gehütetes Geheimnis.

Silke Trolldenier ist Mitbegründerin des Arbeitskreises „Gezeiten“. Gemeinsam mit ihrem Mann Klaus, der als Maler tätig ist, habe sie das kulturelle Leben in Butjadingen in vielerlei Hinsicht bereichert, so Karin Logemann. Die bundesweit gut vernetzte Kunst- und Kulturliebhaberin, die vor kurzem ihre Galerie aus Altersgründen geschlossen hat, holte zahlreiche namhafte Kunstschaffende nach Butjadingen. Silke Trolldenier hat im Laufe der vergangenen 40 Jahre mehr als 200 Kulturveranstaltungen mit ins Leben gerufen. „Das ist echt ein Wahnsinn“, meinte Karin Logemann, die Silke Trolldenier in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Oldenburgischen Landschaft auszeichnete. Im Jahr 2004 war die Ruhwarderin bereits mit der Goldenen Krabbe, dem Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde Butjadingen, geehrt worden.

Inhaltlich stand beim „Gezeiten“-Auftakt Alma Rogge im Mittelpunkt. Den Anlass bildete der 50. Todestag der Heimatdichterin (1894-1969). Die gebürtige Rodenkircherin, die als eine von wenigen Frauen in den 1920er Jahren Philosophie studiert und auch promoviert hat, hinterließ der Nachwelt nicht nur Gedichte, sondern auch Kurzgeschichten und Lustspiele. Annegret Martens und Erwin Jürgens trugen sehr gekonnt verschiedene Texte der Heimatdichterin vor – überwiegend auf Plattdeutsch. Darunter waren auch ein Brief Alma Rogges an Hermann Hesse sowie das Gedicht „Wo ick her kam“.

Für die musikalische Untermalung sorgte während des gesamten Abends das Butjenter Speelwark unter der Leitung von Petra Preisler. Die Gruppe war auch schon bei der allersten „Gezeiten“-Woche vor 34 Jahren mit von der Partie gewesen.

Während am Samstag die Veranstaltung „Musik und Poesie in Ruhwarder Gärten“ wegen des schlechten Wetters ausfallen musste, folgte am Sonntag im Nationalparkhaus in Fedderwardersiel die Eröffnung einer Ausstellung mit Makro-Fotografien. Darüber wird die NWZ noch berichten.

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