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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Theater: Die gleiche Prozedur – nur ganz anders

16.12.2017

Burhave „Jetzt richtig laut schreien“, sagt Gabriel Perez und kippt mit einem Ruck Josephines Stuhl nach hinten. Miss Sophie stößt einen spitzen Schrei aus, woraufhin Butler James vor Schreck das Gummihuhn quer durch den Saal wirft. Proben für „Dinner for one“ im Atrium in Burhave – die gleiche Prozedur wie jedes Jahr? Nicht ganz. Denn Miss Sophie ist zehn Jahre jung und ihr Butler sogar noch ein Jahr jünger.

Es ist bereits eine schöne Tradition, dass TSB-Animateur Gabriel Perez zusammen mit Monika Hattermann am Silvestertag „Dinner for one“ aufführt. In diesem Jahr feiern die beiden bereits zum neunten Mal Miss Sophies 90. Geburtstag. Doch sie feiern nicht als Einzige. Bevor „Dinner for one“ am 31. Dezember in bekannter Manier über die Bühne geht, spielen Josephine Neehuis und Neo Perez am Samstag, 30. Dezember, um 15 Uhr eine Version für die ganze Familie. Bei der sitzen Sir Fite und Admiral Fietje als reale sowie Superman und Mickey Mouse als imaginäre Gäste mit am Tisch.

Cheerio, Miss Sophie!

Die Kinder-Version von „Dinner for one“ ist am Samstag, 30. Januar, ab 15 Uhr im Atrium an der Strandallee in Burhave zu sehen. Der Eintritt zu der Aufführung, die eine absolute Premiere darstellt, ist frei. Auf der Bühne zu sehen sind Josephine Neehuis (10) und Neo Perez (9).

Am Silvester-Tag feiern Monika Hattermann und Gabriel Perez im Atrium vier Mal den 90. Geburtstag von Miss Sophie: um 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr. Karten gibt es am Samstag, 30. Dezember, ab 18 Uhr in der Tourist-Info in Burhave. Pro Person werden maximal sechs Karten ausgegeben.

Der Original-Sketch ist 18 Minuten lang und war am 8. März 1963 erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen. Erst 1972 wurde „Dinner for one“ zum ersten Mal am Silvestertag ausgestrahlt. Die beiden Rollen spielen Freddie Frinton und seine Partnerin May Warden.

Gabriel Perez inszeniert die etwas andere Version des legendären Silvester-Klassiker und ist dabei natürlich der richtige Mann am richtigen Ort. Er kennt das Stück buchstäblich in- und auswendig, freut sich, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt und den Butler James gibt und dass mit Josephine, die in der Nachbarschaft wohnt, auch eine tolle Miss Sophie gefunden ist. Seit drei Wochen probt die kleine Truppe. Und es läuft schon ziemlich rund.

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Immerhin haben die jungen Darsteller Bühnenerfahrung. Die beschränkt sich bei Neo bislang zwar nur darauf, dass er bei der Weihnachtsfeier in der Grundschule Gedichte aufgesagt hat. Aber natürlich hat er in der Rolle, die er nun selber spielen wird, auch schon seinen Vater in Aktion gesehen – der Apfel fällt jetzt nicht weit vom Stamm. Und Josephine guckt nicht nur regelmäßig „Dinner for one“ seit sie vier Jahre alt ist. Sie hat auch schon Theaterluft geschnuppert – aktuell an der Zinzendorfschule im Stück „Coco Superstar“, in dem sie ein Sprachgenie spielt, und davor in „Das geheime Leben der Piraten“, in dem sie eine Piratin mimte.

Nun also „Dinner for one“. Im Original muss für Butler James für alle nicht vorhandenen Gäste mittrinken und ist am Ende sturzbetrunken. Das geht natürlich nicht in einer Kinder-Version. Daher gibt’s Mineralwasser zum Huhn und Apfelschorle zum Fisch. Dass James trotzdem torkelt und allen Grund hat, über den Tigerkopf zu stolpern, liegt daran, dass er sich so viel süße Brause hinter die Binde gekippt hat, dass er nun einen Zuckerrausch hat. Und Superman und Mickey Mouse sind natürlich nicht verblichen wie die Gäste der echten Miss Sophie. Sie haben sich schlicht und einfach verspätet.

„Guten Abend, Miss Sophie, Sie sehen heute sehr gut aus“, gibt Neo den Charmeur. „Danke, James“, antwortet Josephine, bei der schon jetzt das Lampenfieber steigt, keck und rückt ihren Stuhl dichter an den Tisch. Die gleiche Prozedur wie letztes Jahr? Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr. Nur eben ganz anders.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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