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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Küstenschützer stehen vor großen Herausforderungen

10.08.2018

Butjadingen Wandlungen sind das Schwerpunktthema der 33. Butjadinger Kunst- und Kulturwochen Gezeiten, die an diesem Freitag beginnen. Musik, Schlemmen und Hafenidylle – all das wird bei der Auftaktveranstaltung im Yachthafen von Fedderwardersiel geboten. Nach einem Fünf-Gänge-Menü spielt quasi zum Nachtisch die Jazzband Alabama Hot Six. Wem jetzt der Mund wässerig geworden ist, der hat allerdings Pech gehabt. Denn die Veranstaltung ist längst ausverkauft.

Die eigentliche Eröffnung der Kunst- und Kulturwochen findet am Freitag, 17. August, ab 19.30 Uhr im Atrium in Burhave statt. An dem Abend wird auch die Goldene Krabben, der Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde Butjadingen, verliehen. Außerdem sollen Butjenter Persönlichkeiten mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft ausgezeichnet werden.

Renate Knauel, Vorsitzende des Gezeiten-Arbeitskreises, wird die Gäste begrüßen. Es folgen Grußworte von Bürgermeisterin Ina Korter und Vize-Landrat Dieter Kuhlmann. Über Veränderungen in der Musik spricht Ute Extra; sie wird dazu auch Klangbeispiele liefern.

Ein wichtiges Thema greift der „Gezeiten“-Arbeitskreis am Dienstag, 14. August, bei einem Diskussionsabend im Rathaussaal in Burhave auf: Es geht um die Zukunft des Küstenschutzes und hier speziell um Strategien für Butjadingen und die Wesermarsch. „Umdenken – handeln – aber wie?“ lautet die Überschrift für die um 19.30 Uhr beginnende Veranstaltung.

Die Folgen des Klimawandels erfordern neue Wege beim Küstenschutz. Wissenschaftler und andere Experten werden am Dienstagabend über Denkmodelle und Ansätze für Konzepte referieren. Fertige Pläne für den Küstenschutz der Zukunft werden sie indes nicht liefern. Denn eine konkrete Planung, wie mit den durch den Klimawandel immer höher auflaufenden Fluten in Zukunft umgegangen werden soll, existiert noch nicht.

Fest steht: Die jetzigen Deiche werden für unsere Enkel nicht mehr ausreichen. Wissenschaftler sprechen bereits davon, dass eine völlig neue Küstenarchitektur geschaffen werden muss. Müssen Häuser künftig wieder wie früher auf Wurten oder gar auf Pfählen gebaut werden? Ist eine komplett neue, zweite Deichlinie erforderlich? Müssen Rückhaltebecken angelegt werden? All das sind bislang ungeklärte Fragen.

Einig sind sich die Experten darüber, dass es Zeit ist, Pläne zu schmieden und Vorsorge zu treffen. Die Politik muss dafür die Voraussetzungen schaffen und entsprechende Gelder bereitstellen. Deshalb freut sich der Gezeiten-Arbeitskreis, dass am Dienstag Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Umweltministerium, an der Diskussionsrunde teilnehmen wird. Außerdem dabei sind die Landtagsabgeordnete Karin Logemann, Dr. Helge Bormann als Experte für hydrologische Entwicklungen, Dr. Frank Ahlhorn als Küstenschutz-Experte, Dipl.-Ing. Jan Spiekermann als Fachmann für das Thema Entwässerung, Dieter Hülstede als Vorsteher des Kreisverbands Wesermarsch der Wasser- und Bodenverbände sowie Burchard Wulff als Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbands.

Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

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