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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konfirmation in zwei Butjenter Kirchen

24.04.2019

Butjadingen In diesem Jahr finden in nur zwei Butjadinger Kirchen Konfirmationen statt. Denn erstmals hat es in diesem Jahrgang, der seit 2017 den Konfirmandenunterricht besucht, nur eine Gruppe gegeben, die zentral in Burhave von Pastor Klaus Braje unterrichtet wurde.

Am Sonntag, 5. Mai, wird ab 10.30 Uhr ein Konfirmationsgottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche in Langwarden gefeiert. Hier werden insgesamt acht Jugendliche konfirmiert. In Burhave findet der Konfirmationsgottesdienst am Sonntag, 12. Mai, ab 10 Uhr statt. Dort sollen zehn Jugendliche den Segen empfangen.

„Wir hatten den Jugendlichen angeboten, dass sie in ihrer heimischen Kirche konfirmiert werden können“, erzählt Pastor Klaus Braje. Doch da es in Waddens und Stollhamm jeweils nur einen Konfirmanden und in Tossens nur zwei Konfirmanden gegeben hätte, entschieden sich die Jugendlichen dagegen.

Mehrere Gründe

2017 habe es mehrere Gründe gegeben, so zu verfahren, erzählt Klaus Braje. Pfarrer Hartmut Blankemeyer, der die Kirchengemeinden Langwarden und Tossens betreut hatte, war in den Ruhestand gegangen. Auch Pfarrer Joachim Tönjes, der die Kirchengemeinden Stollhamm und Eckwarden betreute, ging 2018 in den Ruhestand. Somit hätte er die Jugendlichen nicht mehr bis zu ihrer Konfirmation begleiten können, erinnert sich Klaus Braje. „Sie hätten dann die Gruppe wechseln müssen“, sagt er.

Deshalb hatten sich die Pfarrer damals erstmals dazu entschlossen, eine zentrale Anmeldung zur Konfirmation vorzunehmen, um die Situation besser einschätzen zu können. „Vorher hatten die Eltern ihre Kinder bei ihrem jeweilig zuständigen Pfarrer angemeldet“, berichtet Klaus Braje. Damals hatten sich jedoch insgesamt nur 18 Jugendliche angemeldet, deshalb entschieden sich die Pastoren, nur eine gemeinsame Gruppe zu bilden, die Pastor Klaus Braje in Burhave unterrichtete. „Das ist eine normale Gruppenstärke, also haben wir uns entschieden, auch nur eine Gruppe daraus zu machen“, erzählt er.

Diese Entwicklung sei nicht überraschend, sagt Klaus Braje. Man müsse sich nur die Geburtenstatistiken anschauen. „Es werden in der Tat immer weniger“, sagt er. Dabei sei die Quote der Konfirmanden gerade im ländlichen Bereich immer noch sehr hoch, sagt Klaus Braje. Feste wie die Konfirmation haben hier immer noch einen hohen traditionellen Wert, ist er überzeugt.

Jugendliche entscheiden

Doch allein auf die Geburtenzahlen können sich die Kirchengemeinden nicht verlassen. Die Konfirmation sei keine „Pflichtveranstaltung“, weiß er. Die Jugendlichen entscheiden selbst, ob sie ein mündiges Mitglied der Kirche werden möchten und sich im Konfirmandenunterricht mit dem eigenen Glauben auseinander setzen möchten. Denn dass sei der grundlegende Gedanke der Konfirmation, sagt Klaus Braje.

Im kommenden Jahr sollen die Konfirmanden voraussichtlich wieder in ihren Heimatgemeinden konfirmiert werden, berichtet Pfarrer Mario Testa, der als Springer für die Kirchengemeinden Langwarden und Tossens zuständig ist. Insgesamt 31 Vorkonfirmanden besuchen zurzeit den Unterricht, der für diesen Jahrgang in zwei Gruppen in Burhave (13 Jugendliche) und in Langwarden (18 Jugendliche aus Tossens, Stollhamm und Langwarden) stattfindet. Auch die personelle Situation der Kirchengemeinden spielt bei der Planung der Konfirmanden eine entscheidende Rolle. Die beiden Pfarrer teilen sich zurzeit die Betreuung der rund 129 Quadratmeter großen Nordseehalbinsel. Unterstützt werden sie im Kooperationsverbund der Kirchengemeinden von Pfarrer Matthias Kaffka, der neben Abbehausen derzeit bereits Eckwarden betreut.

Weil sich die zentrale Anmeldung zur Konfirmation bewährt hat, gibt es auch in diesem Jahr einen gemeinsamen Termin für alle Kirchengemeinden. Für die Jugendlichen, die im Frühjahr 2021 konfirmiert werden möchten, findet am Donnerstag, 25. April, um 19.30 Uhr im Burhaver Gemeindehaus (Lübbe-Siebet-Straße 4) eine zentrale Anmeldung statt.

„Dann werden wir sehen, wie die Situation ist, und was wir tun können“, sagt Klaus Braje. Ob es dann nach den Sommerferien eine, zwei oder doch mehr Gruppen geben wird, müsse anhand der Zahlen entschieden werden.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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