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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Osterfeuer In Butjadingen Und Stadland: Ein Jahr warten auf Phönix aus der Asche

14.04.2020

Butjadingen /Stadland Es ist ein seltsamer, unwirklicher Anblick, der sich am Samstagvormittag auf der Weide am Reitlander Ortseingang bietet. Dort, wo seit vielen Jahren zu Ostern sonst 2000 Feierwütige ein rauschendes Fest zelebrierten, herrscht nichts als Leere – obwohl das Osterfeuer wie immer brennt. Aber zu Zeiten von Corona ist alles anders, ganz anders.

Vor Ort sind nur zwei Kameraden der Feuerwehr – genau so, wie es die Gemeinde angeordnet hat: Der neue Ortsbrandmeister Stefan Joachimsthaler sowie Frerk Basshusen sorgen dafür, dass das Feuer ordentlich und gefahrlos abbrennt. Landwirt Reiner Hülstede schiebt mit seinem Trecker das Holz nach. Und dann kommt auch noch Bürgermeister Klaus Rübesamen auf eine Stippvisite vorbei und spricht den Helfern seinen Dank aus – natürlich in gebührendem Abstand. Der Bürgermeister besucht alle fünf in seiner Gemeinde genehmigten Abbrennaktionen, um sicher zu sein, dass die gemeindlichen Vorgaben eingehalten werden.

Tina Tönjes, Pressewartin der Reitlander Feuerwehr, bedauert zwar den Ausfall der traditionellen Osterdisco, kann aber zumindest vermelden, dass mit dem Pyrotechniker aus Goslar eine einvernehmliche Regelung gefunden wurde, so dass nicht auch noch hohe Kosten entstehen.

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Härter trifft der Ausfall den Zeltverleiher Peter Böseler aus Schwei. Nach der Weihnachtszeit folgt für ihn und seine 20 festen Mitarbeiter immer eine dreimonatige Pause, bis es Ostern wieder richtig los geht. Dieses Jahr aber nun leider nicht. Peter Böseler ist auch im gewerblichen Bereich tätig, unter anderem für Verbrauchermärkte. So kann er wenigstens einen kleinen Teil seiner Verluste kompensieren. Betroffen macht ihn die Diskussion, ob zum Beispiel das Oktoberfest schon jetzt abgesagt werden soll. Peter Böseler wünscht sich von den Politikern und Verantwortlichen, dass sie nicht voreilig Feste und Märkte abblasen.

Auch in Augustgroden überwachsen nur jeweils zwei Helfer des Bürgervereins und der Feuerwehr gemeinsam das Abbrennen des Sträucherhaufens bei der Küstenschutzhalle. Die Helfer hatte in Seefeld und Augustgroden noch überall die Sträucher abgefahren, entsprechend groß ist nun der Holzstapel. Vorsitzender Hergen Hülstede wundert sich allerdings darüber, dass sogar noch am Gründonnerstag bei ihm Leute aus Varel und Butjadingen angerufen haben. Sie wollten noch Sträucher in Augustgroden abladen – was natürlich abgelehnt wurde.

In Butjadingen brannten am Samstagmorgen ebenfalls Mitglieder der Ortsfeuerwehren die für Ostern gesammelten Sträucher ab, etwa in Eckwarden. Auch hier galt das Prinzip: kein Publikum und so wenig Kameraden wie gerade nötig. Ingo Laddach, Leiter der Eckwarder Kinderfeuerwehr, bedauerte besonders, dass das traditionelle dreitägige Nachtlager, dass seine Löschdrachen unter normalen Umständen zusammen mit der Jugendwehr in der Turnhalle abgehalten hätten, ausfallen musste.

In Burhave brannten Feuerwehrkameraden unter der Leitung von Florian Ulken auf der Wiese am Deich die Sträucher ab. In Stollhamm gibt es ohnehin kein Osterfeuer mehr. Und die Tossenser Wehr hatte den größten Teil der gesammelten Sträucher an den Kameraden Simon Cornelius abgegeben, der alles im engsten Familienkreis abbrannte.

Zumindest hinsichtlich der traditionellen Feuer und damit einem der beliebtesten Osterbräuche war es ein trauriges Fest. Alle hoffen nun auf das nächste Jahr – auf den Phönix aus der Asche.

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