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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kulturhaus Am Wattenmeer: Carl Friedrich Gauß gratuliert persönlich

28.06.2016

Langwarden Die Zahl 101 hat im Zusammenhang mit Carl Friedrich Gauß eine wichtige Bedeutung. Der Lehrer des Mathematik-Genies glaubte, wenigstens drei Stunden seine Ruhe zu haben, als er seinen Schülern die Aufgabe stellte, alle Zahlen von 1 bis 100 zu addieren. Der damals gerade neunjährige Gauß hatte die Lösung in zwei Minuten parat. Und die Zahl 101 war der Schlüssel dazu.

101 Tage für Umbau

Da kann es kaum ein Zufall sei, dass Magdalene und Michael Remmers aus Oldenburg exakt 101 Tage gebraucht haben, um die verwaiste frühere Gaststätte Störtebeker in der Ortsmitte von Langwarden in ein schmuckes Kulturhaus zu verwandeln. Denn in diesem Kulturhaus spielt Carl Friedrich Gauß, der sich vom 27. Juni bis zum 12. Juli 1825 in Langwarden aufhielt, um vom dortigen Kirchturm aus Peilungen für eine Landvermessung vorzunehmen, eine zentrale Rolle.

Ganz sicher kein Zufall war es, dass sich Carl Friedrich Gauß jetzt bei der offiziellen Eröffnung des Kulturhauses sogar persönlich unters Volk gemischt hatte – in dem Kostüm des Mathematikers steckte ein guter Bekannter von Michael Remmers, der Oldenburger Klaus Kertscher. Und indem auf diese Weise auch Gauß, dessen Lebenswerk im Kulturhaus am Wattenmeer thematisiert wird, zur Eröffnung seine Glückwünsche aussprach, schloss sich auf charmante Weise ein Kreis.

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300 000 Euro haben Magdalene und Michael Remmers investiert, um aus der frühere Gaststätte, die in der Langwarder Ortsmitte seit Jahren einen Schandfleck darstellte, ein Schmuckstück zu machen. „Wir haben in drei Monaten das ganze Geld ausgegeben, das wir uns in 25 Jahren erarbeitet haben“, sagte Michael Remmers zur Eröffnung. Für das Gebäude sei es 5 nach 12 gewesen. „Das Haus hätte den nächsten Winter nicht überstanden.“

Der gelernte Kartograph ließ nicht unerwähnt, dass es bei der Sanierung des Gebäudes so manche Hürden zu nehmen galt – vor allem angesichts der vielen Sondergenehmigungen, die einzuholen waren. „Die Gesetzgebung muss hier flexibler werden, sonst verfallen solche alten Gemäuer“, warnte Michael Remmers nicht zuletzt an die Adresse von Landrat Thomas Brückmann, der ebenfalls zu den geladen Gästen der Einweihungsfeier zählte. Die Botschaft sei angekommen, versicherte der Landrat und lobte, dass die Sanierung „hervorragend umgesetzt“ worden sei.

Bürgermeisterin Ina Korter sprach von einem „Glückstag für Butjadingen“. Nach ihrem Amtsantritt im November 2014 habe sie das verwaiste Haus in Langwarden sofort als eine große Herausforderung wahrgenommen. „Dass sich so schnell eine Lösung findet, hätte ich nie gedacht“, bekannte Ina Korter. „Ich bin heilfroh, dass es geklappt hat und dass Sie nicht aufgegeben haben“, sagte sie.

Räume für Künstler

Neben Exponaten zu Carl Friedrich Gauß und zum Thema Kartographie bietet das Kulturhaus am Wattenmeer, das immer donnerstags bis sonntags von 14 bis 19 Uhr geöffnet ist, ein Café. Außerdem stellen Magdalene und Michael Remmers Räume zur Verfügung, die Künstler nutzen können, um darin zu arbeiten. Interessenten können unter Telefon  0163/5700555 mit dem Ehepaar Remmers Kontakt aufnehmen.

Veranstaltungen werden im Kulturhaus ebenfalls stattfinden. Fest geplant ist ein Vortrag über das Leuchtfeuer in Eckwarderhörne am 11. September. Und ebenfalls noch in diesem Herbst soll in Langwarden die Ausstellung „Butjadingen auf alten Karten“ eröffnet werden.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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