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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Jüdischer Friedhof: Das Tor zur Erinnerung steht offen

03.12.2016

Berne Mit Schimpf und Schande sind sie von den Nationalsozialisten einst aus Berne vertrieben worden. Aber am Freitag weilten Sara und Ida Koopmann, Ella Türk und Manuel Insel wieder für einige Stunden in ihrer Heimatgemeinde. Zehntklässler der Oberschule Berne erinnerten mit selbst verfassten, anrührenden Texten an die Schicksale dieser Berner Juden – beispielhaft. Und das hatte seinen Grund: Im Beisein von Ernest („Ernie“) Koopmann, Enkel von Sara Koopmann, der heute in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt, wurde das neue Eingangstor zum jüdischen Friedhof an der Weserstraße offiziell eingeweiht.

Der Friedhof war bis 2014 im Besitz der Familie Koopmann. Dann übergab Ernie ihn an den Landesverband der Jüdischen Gemeinden Niedersachsen – mit der Maßgabe, den Friedhof in Ehren zu halten und zu dokumentieren, dass seine Familie ein Teil der Berner Geschichte ist.

Das vom Jader Künstler Raymon E. Müller gestaltete, rund 1,80 mal zwei Meter große Tor aus Metall mit zwei Flügeln ist sichtbarer Ausdruck, dass sowohl der Landesverband als auch interessierte Bürger aus Berne und der Umgebung den Wunsch als Verpflichtung verstehen.

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Das wurde auch in den zahlreichen Reden in der Feierstunde immer wieder bekräftigt. Dabei gehe es aber nicht nur um die Geschichte, die es zu bewahren gilt, hieß es, sondern insbesondere darum, aus der Geschichte zu lernen – damit sich ein solch abscheuliches Menschheitsverbrechen wie die Judenverfolgung und deren systematische Vernichtung nicht wiederholt.

Dies sei angesichts der aktuellen Zustimmung für Populisten und Extremisten eine wichtige Aufgabe für Pädagogen, sagte Geschichtslehrerin Cornelia Josephs. Indem sie mit den Schülern die Schicksale der Berner Juden aufarbeite, würden die Jugendlichen ihren eigenen Wertekanon entwickeln. „Nur wer darin sicher ist, der kann Antisemitismus oder allgemein Fremdenfeindlichkeit mit Zivilcourage entgegentreten“, sagte Josephs.

Die Zehntklässler sind bisher Paten des Friedhofs gewesen. Diese Aufgabe übernehmen nun die Neuntklässler.

Das Tor wurde durch Spenden und dem Landesverband finanziert. Es enthält mit den zwölf Ringen (=Stämme), dem Davidstern und der Menora wichtige Symbole Israels und der jüdischen Religion.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.youtube.com/nwzplay 
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Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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