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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

THEATER: De Plattdüütschen im Proben-Endspurt

22.10.2009

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Seinen Darstellern zollt Hans-Günther Müller einen Riesenrespekt: „Die sind alle unglaublich fleißig.“ Und sie lassen sich nicht unterkriegen. Die Grippewelle hat schon den oder anderen kurzzeitig flachgelegt. In den Sommerferien haben die Plattdüütschen der Niederdeutschen Bühne Nordenham mit den Proben für ihr neues Stück begonnen. Seitdem hatte der Regisseur erst fünfmal die komplette Schauspielerriege beisammen. Das sind keine guten Bedingungen.

Aber mit viel Engagement ist es der Mannschaft gelungen, die krankheits- und urlaubsbedingten Ausfallzeiten aufzuholen. Und so gibt es für Hans-Günther-Müller keinen Grund, an einer erfolgreichen Premiere zu zweifeln. Am Dienstag, 3. November, öffnet sich im Kasino Friedrich-August-Hütte erstmals der Vorhang für den plattdeutschen Schwank „Up Düvels Schuvkar.“

Viel Idealismus

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Als Beispiel für das Engagement hebt der Regisseur Axel de Grave heraus. Er spielt den Bauer Heiko Herkens in dem Vierakter von Karl Bunje. Tag für Tag fährt Axel de Grave zur Arbeit nach Hamburg. Abends wird dann im Kasino geübt. Zwischendurch muss er seinen Text lernen. „So viel Idealismus habe ich noch nicht erlebt“, sagt Hans-Günther Müller.

Axel de Grave haben sich die Plattdüütschen vom Theater Fatale „ausgeliehen“, wo er normalerweise auf der Bühne steht. Auch von der Niederdeutschen Bühne Varel bekommen die Plattdüütschen Verstärkung. Bärbel Diekmann aus Kleinensiel spielt die leichtlebige Helga. Dass sich die niederdeutschen Bühnen gegenseitig aushelfen, ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Viele Theatergruppen haben das Problem, das gerade junge Darsteller schwer zu finden sind.

Auch hinter den Kulissen hat sich in den vergangenen Jahren viel getan bei den Plattdüütschen. Das Kasino hat sich zu einem Schmuckstück entwickelt, seitdem der Theaterverein dort sein Zuhause hat. Zuletzt wurde der Bühnenboden erneuert und mit Teppich ausgelegt – eine Investition in die Akustik.

Jetzt freuen sich die Plattdüütschen auf die Premiere. „Up Düvels Schuvkar“ spielt unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Einige Mitglieder der Bühne haben die Zeit miterlebt, als es Lebensmittel nur auf Marken gab und viele Flüchtlinge eine neue Heimat finden mussten. „Damals wurde viel Schnaps gebrannt“, sagt Hans-Günther Müller. In diese Zeit ist das Stück eingebettet, ein Klassiker des niederdeutschen Theaters, leichte Kost trotz des ernsten Hintergrunds.

Der Hof verkümmert

Im Mittelpunkt steht Jungbauer Heiko, ein aus dem Krieg heimgekehrter Frauenschwarm, der lieber Hochprozentiges brennt und sich mit der arbeitsscheuen Helga herumtreibt als den Kuhstall auszumisten. Selbst der Polizist Fied (Gerd Hantke) genehmigt sich gerne ein Schlückchen, nicht ahnend, dass es sich um illegale Ware handelt. Um den Herkenhof kümmern sich derweil Knecht Jan (Georg Schultz), die Magd Taline (Renate Brüggemann) und das Flüchtlingsmädchen Marie (Andrea Thormählen).

Hans-Günther Müller verspricht den Theater-Freunden ein vergnügliches Stück, das mit zahlreichen Pointen gespickt ist. Und bei manch einem älteren Semester im Publikum wird darüber hinaus sicherlich auch noch die eine oder andere Erinnerung an die Kindheit aufkommen.

Karten bei NWZ

Karten für die Aufführungen gibt es in der Geschäftsstelle der Nordwest-Zeitung an der Bahnhofstraße 31.

Insgesamt zehn Aufführungen sind im Kasino Friedrich-August-Hütte vorgesehen. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am Dienstag, 3., Donnerstag, 5., Freitag, 6., Dienstag, 10., Mittwoch, 11., Sonnabend, 14., Donnerstag, 19. und Freitag, 20. November. Nachmittagsvorstellungen (Beginn: 15 Uhr) sind am Sonnabend und Sonntag, 7. und 8. November.

Maritimes Vorprogramm: An drei Abenden bereichert die Gruppe Käptn Bligh die Theater-Vorstellungen. Die A-cappella-Gruppe des Nordenhamer Shantychors ist am 6., 10. und 20. November zu hören.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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