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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Der Freitag gehört uns“

26.09.2016

Rodenkirchen Rund 200 Gäste hat Pastorin Birgit Faß am Freitagabend in der St.-Matthäus-Kirche mit einer gereimten Ansprache begrüßt. Sie wollten das 9. Drehorgel-Konzert zum Auftakt des Rodenkircher Markts nicht verpassen.

Im vergangenen Jahr waren etwa 40 Zuhörer weniger gekommen, sagte Petra Haase – wohl weil an dem Abend schon Rodenkircher Markt war. „Wir finden es schön, dass der Markt wieder am Sonnabend beginnt und nicht am Freitag, denn der Freitag gehört uns“, betonte sie.

Damit das auch von Seiten der Kirche so bleibt, hat Petra Haase die Organisation und Moderation der Veranstaltung komplett übernommen. Schon in den vergangenen Jahren hatte das Kirchenratsmitglied im Hintergrund einen großen Teil der Organisation übernommen, aber nach außen hin stand allen der Drehorgelspieler Alfred Eden alias Don Alfredo im Vordergrund.

Schon 81 Jahre alt

Doch inzwischen ist der ehemalige Rodenkircher, der in Accum im Jeverland wohnt, 81 Jahre alt. Er ist froh, dass Petra Haase ihm die Arbeit abnimmt.

Drehorgeln und Jahrmärkte gehören schon seit Jahrhunderten zusammen, schilderte Petra Haase in einer kurzen Rede. Als ersten deutschen Drehorgelbauer nannte sich Johann Daniel Silbermann (1717 bis 1766). Er war ein Sohn des berühmten Elsässer Orgelbauer Andreas Silbermann, dessen Instrumente Dutzende von Kirchen zieren.

Drehorgeln wurden anfangs in Bürgerhäusern gespielt, erst vor etwa 200 Jahren wurde sie zu einem Instrument für die Straße und den Jahrmarkt, das vor allem Kriegsinvaliden bedienten.

Heute sind es Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die ihre Leidenschaft für dieses Instrument pflegen. Dass es viel mehr kann als einfach nur Leierkasten-Musik zu spielen, machten gleich zu Anfang Ruth und Hardi Ehlert deutlich, als sie synchron die „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg boten. Zum Träumen war „Jeden Tag geht die Sonne auf“, das Anni Schwan mitgebracht hatte, Stimmung machte der Katja-Ebstein-Schlager „Der Stern von Mykonos“, den Heidemarie Morgenrot und Don Alfredo synchron spielten. Auf den Markt stimmte Imke Pakusch mit „Viel Vergnügen“ ein.

Gefühl für Rhythmus

Synchronspielen erfordert Übung, Können, Musikalität und Rhythmusgefühl. Das zeigten Imke und Uwe Pakusch sowie Heidemarie Morgenrot an ihren Drehorgeln zusammen mit Volker Lewerenz und Don Alfredo an ihren Concertinas, als sie „Lauschige Nacht“ spielten – ein Höhepunkt des Konzerts.

Den Schlusspunkt setzte Pastorin Birgit Faß, als sie im Affenkostüm die Kollekte einsammelte. Auch das war eine Reminiszenz: Viele Drehorgelspieler hatten ein Äffchen dabei, das Kinder anlockte und Spenden kassierte.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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