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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Der ungekrönte König von Stadland

21.01.2014

Reitland /Seefeld „Ich bin der ungekrönte König von Stadland!“ So tönt es aus dem Mund des Bürgermeisters Otto junior, hervorragend dargestellt von Jan-Eike Kaars. Im ersten Akt spielt er konsequent einen Betrunkenen, ebenso wie Thomas Helms, der nach langer Bühnenpause wieder eine anspruchsvolle Rolle bekam.

Sie waren zwei der insgesamt elf Darsteller bei der neuen Inszenierung von „Der Bürgermeister“, einem ursprünglich hochdeutschen Stück von Erich Koch. Bei den Vorbereitungen zu dieser Inszenierung fand die Spielerin Inka Janßen-Wiese das Stück, das auch junge Leute ansprechen sollte, und machte sich auf den langen Weg, es ins Plattdeutsche zu übersetzen.

An Feinheiten gefeilt

Zusammen mit dem Mitspieler Thomas Helms und später auch den anderen Mitwirkenden wurde bei den ersten Proben noch an etlichen Feinheiten gefeilt, bis es in der nun zu sehenden Form alle zufrieden stellte.

Und auch die 120 Premierengäste waren am Sonnabend im Seefelder Schaart restlos begeistert von dem komödiantischen Dreiakter. Es gab viel Szenenapplaus, die Tränen flossen vor Lachen, und viele junge Frauen im Publikum quietschten vor Vergnügen. Der Schlussapplaus fiel entsprechend heftig aus, und die Darsteller genossen den Jubel für ihre tolle Leistung in vollen Zügen.

Regisseur Heinz Marschallek und seine Assistentin Ulla Grape hatten ihre Schützlinge bestens auf die Rollen eingestimmt. Auch die Debütanten Sarah Köhne als Apothekertochter Gabi, Thorben Hülstede als bunte Tunte Erich und nicht zuletzt Helge Thoelen – im richtigen Leben stellvertretender Bürgermeister von Stadland – als trinkfester Polizist Kurt schlugen sich wacker und sorgten für viele Lacher.

Die zackigen und witzgeladenen Dialoge wurden durch viel Gestik und Körpersprache sowie schräge Kostüme untermauert und ließen die Bauchmuskeln nicht zur Ruhe kommen.

„Scharpe Muus“

Selbst den Saal bezog das Stück mit ins Geschehen ein. Dort prangte ein großes rotes Schild mit der Aufschrift „Scharpe Muus“, und die Bedienung hatte sich Federboas umgeworfen. Denn die Lokalität „Scharpe Muus“ ist auch immer wieder Thema im Stück, vor allem die Männerwelt des Ortes fühlt sich von ihm magisch angezogen. Denn dort arbeitet die scharfe Maus Lollo (Carina Wispeler), die aus Otto junior einen Lügner und aus Otto senior (Thomas Helms) einen Wuschelwuschel macht. Nur der Enkel Peter (Stefan Marburg) scheint vernünftiger zu sein, er trägt dafür ein anderes Geheimnis mit sich herum.

Dass das Gebaren von Otto senior seiner Frau Frieda (Inka Janssen-Wiese) nicht recht ist und sie ihrem Otto einen Hausarrest verordnet, ist auch für Emma (Astrid Kächele) und ihre Schwester Klara (Isabell Francisco) verständlich. Auch Emma verlegt den Wahlkampf ihres Otto junior ab sofort von der „Scharpen Muus“ in die Schlafstube.

Dabei hat Otto Junior neben seinem eigenen Vater noch weiteren Konkurrenten, die sich um das Bürgermeisteramt bewerben. Die Apothekerin Laura (Birgit Schenk) sagt dem „alkoholabhängigen Lügenmeister und seinem Östrogenwurm“ den Kampf an und kämpft für eine Schule statt eine gemischte Sauna.

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