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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

OPER: Die Hebelkova bezaubert als Komponist

22.03.2007

ATENS ATENS/EG - Das scheinbar Unmögliche, nämlich die Opera seria „Ariadne auf Naxos“ und eine „niedrige Posse in der italienischen Buffo-Manier“, also eine seichte Komödie, gleichzeitig aufzuführen gelingt in der Oper, die Richard Strauss „Ariadne auf Naxos“ genannt hat. Die eindrucksvolle Aufführung mit dem Oldenburgischen Staatstheater fand am Dienstagabend in der Friedeburg statt.

Die musikalische Leitung lag in den sicheren Händen des Ersten Kapellmeisters Olaf Storbeck. Mitglieder des Oldenburgischen Staatsorchesters spielten in der gesamten Aufführung souverän ihren Part. Gleich zu Beginn trat die eigenwillige Instrumentierung in Erscheinung. Der Komponist von „Salome“ und „Elektra“ mit jeweils riesigen Orchestern setzt hier nur einen eher kammermusikalisch gegliederten Instrumentalkörper ein, wozu zwei Harfen und – außerhalb des Orchestergrabens – Harmonium, Celesta und Klavier gehörten. Das sorgte für große Farbigkeit. Alle zusammen erzeugten Klang in verschwenderischer Fülle.

Im ersten Teil der Oper, dem Vorspiel, bestach Katerina Hebelkova (der Komponist) mit ihrem bezaubernden, intensiv klingenden Sopran. Timbre, Phrasierung, Mimik und Gestik, alles passte wirkungsvoll zu ihrer Hosenrolle. Mit sehr guter Deutlichkeit in der Aussprache, beweglicher Stimme und schauspielerisch blendendem Vortrag wartete Anja Metzger (Zerbinettea) auf. Das Liebesduett Zerbettina-Komponist gestalteten beide Sopranistinnen sehr einfühlsam.

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Der zweite Teil der Aufführung, die eigentliche Oper, begann mit einer kurzen, sorgfältig musizierten Ouvertüre. Irina Wischnizkaja (Najade), Nathalie Senf (Dryade) und Mareke Freudenberg (Echo) beklagten in einem anmutig gesungenen Terzett den Kummer der Ariadne. Herausragend war die große Koloraturarie „Großmächtige Prinzessin, wer verstünde nicht“, in der Anja Metzger in schwindelerregende Höhen springen musste, was ihr mühelos und immer noch klangschön gelang. Nach dieser Arie gab es sogar spontanen Beifall.

Thomas W. Kuckler (ein Tanzmeister/Scaramuccio), Henry Kiichli (Trufaldin), Timo Päch (Brighella) und Udo Bormann (ein Perückenmacher) buhlten gesanglich, teilweise witzig um die Gunst von Zerbinetta, jedoch Falko Hönisch (Harlekin) machte das Rennen.

Janice Dixon (Primadonna/Ariadne) meisterte ausdrucksstark die Hauptrolle. Die Sängerin, deren Stammbühne Mannheim ist, war kurzfristig für die Kammersängerin Marcia Parks eingesprungen. Ihre mächtige Sopranstimme konnte gewaltige Gefühlsausbrüche darstellen, leider störte zeitweise ein zu großes Intervall ihres Vibrato. Zusammen mit dem dramatischen Tenor von Thorsten Scharnke (der Tenor/Bacchus) sang sie kraftvoll das Schlussduett. Jetzt erlebte das Publikum mitreißende Dramatik bei den fortissimo interpretierten Tuttipassagen, eine an Richard Wagner erinnernde typisch Strauss`sche Tonsprache.

Das Publikum sparte nicht mit Beifall.

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