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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Volkstheater: Die Irren folgen dem Provinzler

07.03.2016

Stollhamm Aus der Provinz kommend, möchte Apfelbauer Philipp Klapproth in der Großstadt „echte Irre“ erleben. Sein Neffe Alfred erfüllt ihm den Wunsch mit einem Besuch in einer Irrenanstalt. Dafür wählt er jedoch die „Pension Schöller“ aus. Deren ziemlich exzentrischen Gäste amüsieren aber nicht nur den Provinzler, sondern auch die Besucher der Premiere der Komödie in drei Akten am Sonnabend in der Gaststätte Huus an’n Siel in Stollhamm.

Die plattdeutsche Version des bekannten Lustspiels hatte die Spielschar des Bürgervereins Stollhamm für ihr Comeback einstudiert, das vor ausverkauftem Haus für große Heiterkeit gesorgt. Für den ersten Akt hatten die Darsteller als Kulisse die Theke der Gaststätte auserkoren. Hier im Café Rembrandt des Inhabers Ernst Kissling (dargestellt von Sascha Becker) treffen die Protagonisten zum ersten Mal aufeinander.

Der zweite Akt spielt in der Familienpension des Herrn Schöller (Hartmut Kühne). Mangels näherer Bekanntschaft mit „wirklichen“ Geisteskranken verkauft Alfred (Nils Büsing) seinem Onkel die in der Tat sehr sonderbaren Gäste des Hauses als „Verrückte“. Philipp Klapproth (Enno Rennies) ist entsetzt, als er den Pensionsgästen begegnet, sie scheinen allesamt einen Sprung in der Schüssel zu haben.

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Da ist zum einem der vielgereiste Großwildjäger Bernhardy (Hans-Gerd Hansing), der äußerst streitsüchtige Major a.D. von Gröber (Gerhard Hennicke) sowie die ewig quasselnde und aufdringliche Schriftstellerin Josephine Wölfel (Monika Hattermann). Der mit einem schweren Sprachfehler behaftete Neffe Schöllers, Eugen Rümpel (Tobias Timmermann), scheint ebenfalls nicht alle Tassen im Schrank zu haben, zeigt er doch Ambitionen zum Beruf des Schauspielers.

In der vermeintlichen Klappsmühle trifft Klapproth zudem auf Schöllers Schwägerin Amalie (Ingeborg Laverenz), die jeden männlichen Gast mit ihrer Tochter Frieda (Janin Fortkamp) verkuppeln will. Der Apfelbauer hält alle für mehr oder weniger bekloppt und fährt mit dem Gefühl, richtig was erlebt zu haben, nach Hause zu seiner Schwester Ulrike (Henrike Folkens) und deren Tochter Clara (Melissa Hattermann). Doch mit dem beschaulichen Landleben ist es vorbei, als plötzlich alle Irren vor seiner Tür stehen.

Unter der Regie von Monika Hattermann wurde das Stück flott und turbulent in Szene gesetzt. Enno Rennies schlüpft gekonnt und glaubwürdig in seine Rolle als Abenteuer suchender Apfelbauer. Den durchgeknallten Großwildjäger nimmt man Hans-Gerd Hansing ohne Zögern ab und Gerhard Hennicke spielt den ewig streitenden Major so glaubwürdig, dass man ihn flugs in eine Zwangsjacke stecken möchte. Den Vogel schießt jedoch Tobias Timmermann ab, der als naiver und liebeshungriger Neffe Lachsalven erntet, weil er kein „L“ sprechen kann, diesen Buchstaben durch ein „N“ ersetzt („Und bist du nicht winnig, so brauch ich Gewand“).

Für die Vorstellung am Freitag, 11. März, gibt es keine Karten mehr, Vorbestellung sind noch für Sonntag, 13. März, möglich. Auch die Aufführung am gestrigen Sonntagnachmittag war ausverkauft. Leider könne die Theatergruppe keine weitere Termine ansetzen, bedauert die Sprecherin Ute Müller, denn das Huus an’n Siel schließt am 15. März seine Türen.

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