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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Die Mischung macht’s“

21.04.2006

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE FRIEDRICH-AUGUST-HÜTTE - Der Name „easy“ ist bestehen geblieben, ansonsten ist die ehemalige Kneipe in der Martin-Pauls-Straße 95 kaum wiederzuerkennen. Seit zwei Wochen wird von morgens bis abends gehämmert, gemauert und gebohrt, um die Räumlichkeiten in ein Vereinsheim umzuwandeln.

„easy – Freizeit- und Integrationsverein“ nennt sich der vor drei Wochen vom Initiator Sedat Yildiz gegründete Verein. „Wir wollen den Geist des Ladens erhalten und haben deshalb auch den Namen nicht geändert“, sagt Sedat Yildiz, 2. Vorsitzender von „easy“. Denn Integration sei in der ehemaligen Kneipe von Jürgen Hollaender, jetziger 1. Vorsitzender des Vereins, schon immer groß geschrieben worden.

„Die Mischung macht’s“, ist sich Yildiz sicher. Das gilt sowohl für den Umbau, bei dem ein polnischer Maurer und ein türkische Maler trotz verschiedener Sprachen und damit einhergehender Verständigungsprobleme Hand in Hand arbeiten, als auch für die Zeit nach der Renovierung.

Im „easy“ sollen durch Aufgeschlossenheit, Offenheit und Freundlichkeit Menschen aus verschiedenen Nationen einander näher kommen. Geplant sind gemeinsame Kochabende, Feiern und Ausflüge.

Die Satzung haben Hollaender und Yildiz bereits abgegeben, jetzt warten sie darauf, ins Vereinsregister des Amtsgerichts eingetragen zu werden. „Vor allem aber warten wir auf Ressonanz“, sagt Yildiz. Der 36-Jährige ist enttäuscht, dass bisher keiner vom Stadtrat auf den Verein zugekommen ist und sich bei einem der mittlerweile 36 Mitglieder informiert hat. „Vielleicht liegt das daran, dass wir noch nicht eingetragen sind“, spekuliert Yildiz, Verständnis bringt er dem aber nicht entgegen. „Alle sind für Integration. Jetzt stellen wir was auf die Beine und keiner von der Stadt zeigt Interesse“, stellt Yildiz fest.

Mit mindestens 15 000 Euro Materialkosten rechnet Yildiz für die gesamte Renovierung. „Arbeiter müssen wir ja zum Glück nicht bezahlen. Das nehmen wir selbst in die Hand“, sagt der 36-Jährige.

Und auch wenn sich alles schwieriger erweist als anfangs angenommen, ist sich der 2. Vorsitzende einer Sache sicher: „Irgendwie wird das schon klappen. Wir ziehen das Ding auf jeden Fall durch.“

In drei bis vier Wochen sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein.