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Tourismus: Die „Wilhelmine Wiese“ kopiert

19.08.2010

FEDDERWARDERSIEL Das seit 1997 Museumszwecken dienende Rettungsboot „Wilhelmine Wiese“, das von 1946 bis 1977 in Fedderwardersiel stationiert war, hat eine jedoch deutlich kleinere Zwilligsschwester bekommen, die ebenfalls im Rettungsschuppen am Sieler Hafen zu bewundern ist. Es handelt sich um ein maßstabsgerechtes (1:10) Rumpfmodell des historischen Rettungsbootes.

Sein Erbauer ist Rainer Wedel aus Langen bei Bremerhaven. Der ehemalige Lotse hat sein in mehreren Monaten erstelltes Werk jetzt dem Museum Butjadingen in Fedderwardersiel geschenkt. Auch die Kopie der Orginalbaupläne, die sich Rainer Wedel bei der Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder besorgte, wo die „Wilhelmine Wiese“ 1945 gebaut wurde, überließ er dem Museum.

Schiffsmodelle baut Rainer Wedel bereits seit seiner Kindheit. Einige davon sind an exponierten Stellen, unter anderem im Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven zu bewundern.

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Die Idee, die „Wilhelmine Wiese“ nachzubauen, hatte er selbst. Das Rettungsboot und die Fedderwardersieler Station der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger waren ihm auch nicht unbekannt, denn in früheren Jahren war Rainer Wedel, dessen Eltern in Blexen wohnten, häufig in Fedderwardersiel zu Gast, um seine dort lebende Großmutter zu besuchen.

Museumsleiterin Gabriele Speckels nahm die Schenkung dankbar entgegen. Das Rumpfmodell wird einen Platz im als Außenstelle des Museums dienenden DGzRS-Rettungsschuppen bekommen. Dort wird es Harro von Häfen und Heinz-Wilhelm „Teddy“ Rohde, den ehrenamtlichen Betreuern der „Wilhelmine Wiese“, helfen, bei den sonntäglichen Führungen (14 bis 17 Uhr) die besondere Bodenkonstruktion des historischen Rettungsbootes zu erläutern.

Die mit einer Mahagoni-Beplankung gebaute 10 Meter lange und 2,80 Meter breite „Wilhelmine Wiese“ hat einen Tiefgang von nur 70 Zentimetern. Ein Wellenkanal schützt die beiden Antriebsschrauben. Ein flacher und breiter Kiel sorgte dafür, dass das Boot im Watt gut auflag. Wärmetauscher ersetzten die Wasserkühlung des 60-PS-Schiffsmotors. Eisschutzplatten ermöglichten den Einsatz des Rettungsbootes auch in den harten Wintermonaten.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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