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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Drei Urgesteine des Waterquake sagen Tschüss

29.07.2014

Brake Dennis Briddigkeit, Adrian Berger und Eike Langbehn sitzen im „actimo“, das zur „Kommandobrücke“ des Waterquake geworden ist. Die drei sind die letzten aktiven Gründungsmitglieder des Festivals. Doch das 10. Waterquake war ihr letztes Festival, zumindest als Mitglieder des Organisationsteams. Alle drei haben sich dazu entschlossen, dem „Nachwuchs“ das Feld zu überlassen. Der Generationswechsel bei einem der nachhaltigsten Jugendprojekte Brakes ist vollzogen. Die „alten Hasen“ gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge von Bord.

Die Planungen für das erste Waterquake begannen 2004. Zu diesem Zeitpunkt waren Briddigkeit, Berger und Langbehn noch Schüler. In Brake klaffte damals eine Lücke, Nachwuchsbands hatten keine Auftrittsmöglichkeit. Die Initiative für das erste Festival ging von Braker Jugendlichen aus – damals noch als Unterstützung für das von der Schließung bedrohte Freibad.

Seit dem ersten Waterquake im Freibad sind zehn Jahre vergangen, das Freibad ist geschlossen, aber das Festival besteht weiterhin, und es ist stetig gewachsen. Organisiert wird das Festival komplett ehrenamtlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Mit Herzblut

„Wir waren immer davon überzeugt, dass man mit viel Herzblut und ohne wirtschaftliche Interessen ein gutes Festival auf die Beine stellen kann“, erklärte Dennis Briddigkeit. Die Organisation nehme aber viel Zeit in Anspruch – einer der Gründe, warum sich die drei „alten Hasen“ aus dem Hauptteam zurückziehen. Briddigkeit arbeitet mittlerweile in Berlin, Langbehn und Berger leben in Hamburg.

Die Zeit war indes nicht der Hauptgrund. „Die Idee war immer, dass das Festival ein Projekt von Brakern für Braker bleibt“, so Eike Langbehn. Entsprechend sei jetzt die Zeit für den „Nachwuchs“ gekommen, zu dem unter anderem Sandra Langhop und Nils Kurz gehören. Beide haben schon beim 9. Waterquake als Helfer mitgemischt und übernehmen jetzt die Öffentlichkeitsarbeit, das Revier von Briddigkeit. Langbehn wird „abgelöst“ durch Malte Stöß, der ebenfalls schon einige Jahre dabei ist.

„Wir haben seit dem vergangenen Jahr einen guten, fließenden Übergang geschaffen“, so Bergner. Wie die neue Generation das Festival weiterentwickelt, ist offen. „Wir machen da keine Vorschriften oder setzen Regeln.“ Alle drei freuten sich am Wochenende über den geglückten und runden Abschluss. „Wir haben die Braker Eventkultur mit geprägt“, fasste Briddigkeit die vergangenen zehn Jahre mit einer Spur Stolz zusammen. Zudem seien viele Freundschaften, auch zu den Bands, entstanden.

Geschichten haben die drei viele zu erzählen. „Wir sind ja mit einigen Bands und Besuchern zusammen quasi groß geworden“, sagt Langbehn, und schon sprudeln die Erinnerungen an vergangene Festivals. „Wisst ihr noch, wie der Sorrowfield-Sänger mal mit dem Rad von Bremen aus zum Auftritt gekommen ist?“

Geburtstagsständchen

Geschichten sind auch beim Jubiläums-Festival einige dazu gekommen. Eine große Verabschiedung der alten Hasen gab es zwar nicht, aber einige Überraschungen gab es dann doch. An das Geburtstagsständchen der „Mad Monks“ und des Publikums, das spontane Zusammenspiel von „Sorrowfield“ und einigen „Monks“ oder das vom Shantychor geschmetterte „Auf dem Waterquake nachts um halb eins“ werden Dennis Briddigkeit, Adrian Berger und Eike Langbehn sich auch in einigen Jahren noch gerne zurückdenken.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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