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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Echo-Preisträger begeistern in Warfleth

22.11.2011

WARFLETH Ganz große Kunst in einer ganz kleinen Kirche, die am Sonntagabend bis auf den letzen Platz besetzt war: in der Schifferkirche am Warflether Deich erlebten die Besucher im Rahmen der Berner Bücherwochen ein Konzert, das in ihnen noch lange nachklingen sollte.

Voller Brillanz

Drei außergewöhnlich sensible Künstler, Lee Santana (Laute und Theorbe), Hille Perl (Viola da Gamba) und Margaret Hunter (Sopran), entführten das Publikum in die Zeit der elisabethanischen Lieder im England des 17. Jahrhunderts. Das Programm enthielt Stücke, die das Trio Dorothee Mields, Hille Perl und Lee Santana unter dem Titel „Love’s Alchymie“ (Die Alchimie der Liebe) in einer aktuellen CD heraus gebracht hatte und die mit dem „Echo Klassik 2011“ ausgezeichnet wurde. Dass an diesem Abend für die erkrankte Sopranistin Dorothee Mields die Sängerin Margaret Hunter spontan eingesprungen war, minderte die Qualität der Darbietung in keiner Weise. Mit ihrem warmen und klaren Sopran, der scheinbar mühelos und voller Brillanz alle Höhen meisterte, war Hunter eine adäquate Alternative im „Dreamteam der Alten Musik“. Die zarte Sängerin unterstützte ihre schöne und nuancierte Stimme mit Körpersprache und Mimik, die die ganz großen Themen der Lieder wie Leben, Tod und Liebe noch deutlicher machten. Das konzentriert genießende Publikum schien nach manchen Beiträgen so ergriffen, dass es kaum zu applaudieren wagte. Wenn aber ein Konzertgast sich traute, in die Stille hinein zu klatschen, fiel das Auditorium aufatmend ein und spendete langen und begeisterten Beifall. Den gab es auch für Hille Perl und Lee Santana nach ihrer bezaubernd-eigenwilligen Interpretation der „Green Sleaves“. Voller Hingabe an die Melodie und wie entrückt spielend, überzeugten Perl und Santana auch bei ihren Solostücken.

Gedicht zur Einleitung

Eingeleitet hatte der Organisator der „Berner Bücherwochen“, Reinhard Rakow, den Konzertabend mit dem Gedicht von John Donne (1572 bis 1631): „No man is an island“ (Niemand ist eine Insel). Auch die vorgetragenen Lieder basierten auf Texten der sogenannten „metraphysical poetry“ (metaphysischen Dichtung) von Dichtern wie John Donne und Richard Crashaw, die Vertonungen stammen von Komponisten wie John Dowland, Alfonso Ferrabosco und William Corkine, aber auch von anonymen Musikern.

Bezaubert von den Klängen einer längst vergangenen Zeit, hatte das Publikum am Ende des Konzerts die schwierige Aufgabe, sich wieder in die neblig-trübe Realität eines Novemberabends hinein zu finden – ein langer und begeisterter Applaus für die drei Künstler machte es ein bisschen leichter – aber eben nur ein bisschen.

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