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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Noch eine letzte hübsche, kleine Bank

25.03.2019

Eckwarden Seit Jahren garantieren Aufführungen der Eckwarder Theatergruppe „De Wattspöker” mindestens zwei Stunden köstliche Unterhaltung. Das war auch am Samstagabend bei der Premiere der Neuinszenierung „Dat Geld liggt up de Bank” im Saal der Gaststätte Eckwarder Hof der Fall.

Schuss ins Schwarze

Mit dem Fünfakter des Erfolgsautors Curth Flatow (1920 bis 2011), der 1968 im Berlin uraufgeführt wurde und den Fritz Wempner fürs Plattdeutsche bearbeitet hat, gelang den Laiendarstellern wieder einmal ein Schuss ins Schwarze.

Gustav Kühnes Metier ist das Geldschrankknacken, und er betreibt es mit Hingabe und Akribie. Der Schlosser, in dessen Rolle Ingo Laddach glänzt, will sich jedoch nicht bereichern, aber ein Mann muss ja eine Aufgabe haben. Als er eines Nachts mit seinen beiden minderjährigen Söhnen Wolfgang (dargestellt von Tobias Bruncken) und Alfred (Hannes Logemann) von der „Arbeit“ nach Hause kommt, wird er von Kommissar Willi Wagner (Tobias Timmermann) erwartet.

In Panik gelobt Gustav seiner Frau Erika (Monika Peters), in den nächsten vierzig Jahren das Schlosserhandwerk nur noch innerhalb der Legalität auszuüben.

Die nächste Generation

Und so beginnt der zweite Akt auch erst 40 Jahre später. Vater Kühne wird 80 Jahre alt, die beiden Söhne haben einen großen Aufstieg erfahren. Alfred (jetzt dargestellt von Tobias Cornelius) ist Gymnasialdirektor und Wolfgang ist als Großverleger zu viel Geld gekommen, Letztere Rolle ist Dirk Töllner auf den Leib geschrieben. Zur Familie gehört jetzt auch Tochter Babsi. In diese Rolle wechselt Monika Peters, da deren Mutter Erika bereits verstorben ist.

Zum Entsetzen der beiden Söhne beschließt „der kühne Gustav“ nun, sich selbst zu seinem runden Geburtstag einen Einbruch in eine „hübsche kleine Bank“ zu schenken. Den reputierlich gewordenen Wolfgang und Alfred sträuben sich die Haare. Aber der Verleger hat schließlich eine Idee, wie allen Beteiligten zu ihrem Recht und dem Stück zu einem überraschenden Happy-End zu verhelfen wäre.

Dabei kommen dann Hans Wagner (auch die Rolle des Sohnes des verstorbenen Kommissars übernimmt Tobias Timmermann), der Alarmanlagen-Vertreter Gottschalk (Carsten Brockhoff) und ein Polizist (Ralf Bode) sowie Wolfgangs Tochter Cornelia (in dieser Rolle gab Gesa Ruprecht ihr Debüt) zum Einsatz.

Mächtig im Einsatz war bei der Premiere auch „Topusterin” Isa Bruns, da die Laiendarsteller auf der Bühne einige Hänger hatten und manche Patzer überspielen mussten. Das war dem Publikum aber auch angekündigt worden, da die Proben für diese Neuinszenierung reichlich unter krankheits- und berufsbedingten Ausfällen einiger Schauspieler gelitten hatten.

Dem Erfolg der Aufführung tat das auch keinen Abbruch. Zum einen wurde so manche Klippe dank des schauspielerischen Talents der Darsteller erfolgreich umschifft, zum anderen wurde das Publikum mit witzigen Monologen und Dialogen entschädigt. Mit seinen oft zweideutigen Bemerkungen landete Gustav Kühne immer wieder Volltreffer auf das Zwerchfell der Premieren-Besucher.

 Am neuerlichen Erfolg der „Wattspökers” sind auch die Maskenbildnerinnen Beate Immoor und Michaele Emmert, die Techniker Thomas Büsing und Matthias Albers sowie die Bühnenbauer Nicki Steenmann, Fenja, Svenja und Rainer Böning beteiligt. An der Abendkasse unterstützten Alie Siefken und Waltraud Langer die Theaterspieler.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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