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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Goldfische bevölkern Eckwarderhörne

20.06.2018

Eckwarderhörne Goldfische am Strand von Eckwarderhörne? Das passt doch gar nicht! Das passt sogar wunderbar, denn sie erregen Aufmerksamkeit! Genau das will Christiane Ahlers mit ihrem „Goldfischmob“ erreichen. Der Begriff ist angelehnt an den Flashmob, bei dem Menschen für kurze Zeit scheinbar spontan zusammenkommen und ungewöhnliche Dinge tun – Christiane Ahlers will eine Versammlung von Goldfischen organisieren.

„So etwa 800 wären toll“, schwärmt die bildende Künstlerin und Lehrerin für Kunst und Politik an der Zinzendorfschule. Mit dem Projekt möchte die 59-Jährige die Aufmerksamkeit auf die Halbinsel Butjadingen und den Nationalpark Wattenmeer lenken.

Wattenmeer vor der Tür

„Das Wattenmeer ist hier vor der Tür. Vielen ist gar nicht mehr bewusst, was für ein Schatz das ist“, sagt Christiane Ahlers. Gerade der Bruch durch etwas, das nicht an diese Stelle gehört, erzeuge Aufmerksamkeit, meint sie. „Für ein Sommerwochenende am Deich platziert, sind diese Goldfische ein fremdes Element in der Landschaft, sie sorgen für Irritation und provozieren Fragen“, meint sie.

Die Fische am Strand bewirken auch Assoziationen von gestrandeten Meeressäugern. „Gleichzeitig birgt die Farbigkeit so viel Energie. Sie sind ein eindrucksvolles Bild einer gemeinschaftlichen Anstrengung und werden über die Region hinaus für Aufsehen sorgen“, sagt Christiane Ahlers.

Denn jeder und jede kann Teil des Goldfischmobs sein. Ihr Ziel von mehreren Hundert Goldfischen kann und will Christiane Ahlers nicht ohne Hilfe erreichen. Alle sind aufgerufen, sich an dem Land-Art-Projekt zu beteiligen. „Gerade das Thema Goldfisch ermögliche jedem einen Zugang zu dem Projekt, sei es, weil er früher selbst Goldfische hatte, oder weil Goldfische für ihn ein Symbol des Glücks sind – unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität oder möglichem Handicap“, meint die Künstlerin.

Als Material sollen vorhandene Ressourcen genutzt werden – also gebrauchte Stoffe wie alte Vorhänge, Bettwäsche und so weiter. Als Füllmaterial soll Treibgut aus Pflanzenresten (Treibsel) dienen, das an den Deichen angespült wird. Das Material soll recycelbar sein. Mindestens einen Meter lang müssen die Fische sein. „Sonst verschwinden sie in der weiten Landschaft“, sagt Christiane Ahlers. Die Stoffe sollen das gesamte Farbspektrum von Goldfischen abdecken – von gelb, orange bis rosa. „Sie sollen leuchtend und kontrastreich zum Watt sein“, wünscht sich die Künstlerin.

Aktion im Juni 2019

Im Juni 2019 soll dann die eigentliche Kunstaktion am Deich von Eckwarderhörne in Richtung Tossens stattfinden. „Einige Hundert Goldfische stellt man nicht mal schnell in vier Wochen her“, erklärt Christiane Ahlers den langen Zeitraum. Anschließend soll ein Teil der Fische bei einer „Fischauktion“ in Fedderwardersiel versteigert werden. Der Erlös wird einer kulturellen oder ökologischen Initiative zu Gute kommen, kündigt Christiane Ahlers an.

Doch bis dahin wird es zahlreiche Workshops und Aktionstage geben. Zum Beispiel beim Projekttag mit ihren Schülern an der Zinzendorfschule. Ein „Goldfischtag“ ist mit dem Haus Christa in Stollhamm für den 17. August geplant. Auch die Grundschule Burhave, der Bürgerverein Eckwarden, die Umweltstation in Iffens und zahlreiche Einzelpersonen beteiligen sich am Projekt, berichtet Christiane Ahlers. Mit weiteren Einrichtungen und Vereinen ist sie im Gespräch.

Die Idee entstand vor eineinhalb Jahren, erzählt sie. Gefördert wird das Projekt durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Gefragt waren innovative und modellhafte Kunst- und Kulturprojekte für den ländlichen Raum.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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