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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kunstaktion In Eckwarderhörne: Goldfisch-Mob strandet in Eckwarderhörne

01.07.2019

Eckwarderhörne Am Samstagnachmittag war es endlich so weit: Der „Goldfischmob“ steuerte am Deich in Eckwarderhörne seinem Finale entgegen. Eine Versammlung von Goldfischen an der Nordsee hatte Projektleiterin Christiane Ahlers versprochen. Am Samstag nun wurden unter den Blicken zahreicher Zuschauer und am Projekt Beteiliger 500 Stoff-Goldfische vom Deich zum Wasser getragen.

In einer langen Prozession, angeführt von den beiden Musikern Gaby Menzel (Saxofon) und Michael Karußeit (Bassposaune), ging es langsam von der Deichkrone an abwärts. Mit dabei die 500 mit Treibsel gefüllten Goldfische. Musik und Prozession verliehen dem Ganzen eine geradezu sakrale Atmosphäre. Damit öffnete die Künstlerin und Lehrerin der Zinzendorfschule Christiane Ahlers einen Raum im Innern, denn ihr ging es in erster Linie um die Schaffung von Bewusstsein: „Diese Goldfische sollen Fragen auslösen“, sagte sie in ihrer Begrüßungsrede.

„Goldfische eignen sich ganz besonders, um unseren Blick auf die Schönheit zu lenken“, sagte Christiane Ahlers weiter. Diese Tiere seien unbeschwert und dienten seit jeher nur dazu, den Menschen zu erfreuen.

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„Die Goldfische liegen hier, weil wir damit symbolisch den Dingen auf den Grund gehen können“, führte die Künstlerin weiter aus. Das zentrale Anliegen dieser Aktion betrifft Themen wie die Verschmutzung der Weltmeere, den Klimawandel und den Verlust einer lebendigen, vitalen Umwelt.

„Wir Menschen sind Teil dieses ganzen Systems. Es wird höchste Zeit, das zu begreifen“, vertrat Christiane Ahlers ihren Standpunkt.

Weitere Fragen ihrer Ansprache lauteten: „Warum liegen so viele tote Fische am Meer? Was passiert hier direkt vor unserer Haustür mit dem Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer?“

Der Goldfisch in seiner Eigenschaft als Glückssymbol ermöglichte für jeden am Projekt Beteiligten einen sinnlich erfahrbaren Zugang zu diesen Fragen: Es wurde gemalt, gedruckt, ausgeschnitten. Neue Formen wurden erfunden oder am Strand nach Treibsel gesucht.

Wie gestrandete Meeressäuger lagen die 500 Fische in der Sonne und forderten zum eigenen Denken auf. Auch Bürgermeisterin Ina Korter hatte einen eigenen Goldfisch genäht, der sich in die leuchtende Schar am Strand einreihte: „Das Bedrucken habe ich von den Kindergartenkindern abgeschaut“, verriet sie.

Etwa 30 Gruppen, Einrichtungen, Vereine und Einzelpersonen hatten sich an dem über Monate andauernden Projekt beteiligt. „Wir können die Probleme nur gemeinsam lösen“, war sich Christiane Ahlers sicher.

Diese Kunstaktion löste übrigens überregionales Interesse aus. Neben vielen heimischen Einrichtungen waren zum Beispiel die Pfadfinder aus Erkelenz und die Kulturpolitische Gesellschaft Bonn involviert.

Das Grußwort für diese Veranstaltung steuerte die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen bei.

Ein Großteil der Fische wurde am Sonntagnachmittag zur „Fischauktion“ nach Fedderwardersiel gebracht. Der Erlös geht an gemeinnützige Initiativen in der Region.

Bürgermeisterin Ina Korter brachte es auf den Punkt: „So etwas hat es hier noch nie gegeben und das ungewohnte Bild der leuchtenden Fische am Deich wird uns noch lange vor Augen bleiben.“

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