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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Ein Kindheitstraum wurde wahr

30.09.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T14:10:57Z 280 158

Buchvorstellung:
Ein Kindheitstraum wurde wahr

Brake „Schon als Kind habe ich gesagt: Ich will später mal Autorin werden.“ Dabei hat die gebürtige Wilhelmshavenerin Annika Bühnemann zunächst ganz „bodenständig“ angefangen, wie sie sagt. Sie studierte International Business Administration in Oldenburg und Durham (Großbritannien) und ist derzeit für eine Firma in Bremen in der Pressearbeit tätig. Neben ihrem Job hat die 26-jährige Brakerin nun aber auch ihren Kindheitsraum wahr werden lassen. Sie schreibt Unterhaltungsliteratur, genauer gesagt: Liebeskomödien. Und sie ist damit sehr erfolgreich. Ihren Debütroman hat Annika Bühnemann am Sonnabend bei einer Lesung in der „Weserlust“ in Brake vorgestellt.

Roman über Freundschaft

Die junge Frau, die mit ihrem Ehemann Matthias Bühnemann zusammen in Brake lebt, hatte die Idee für ihren ersten Roman „Auf die Freundschaft!“ bereits im Jahr 2008. Allerdings habe sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst, worauf es bei einem Roman ankomme, und habe die Geschichte wieder beiseite gelegt, so die Autorin.

Inzwischen ist das Buch veröffentlicht – und verkauft sich bestens. Die Liebeskomödie handelt von Claudia, die ihren Ehemann beim Seitensprung ertappt und deshalb zurück in ihre Heimat, nach Oldenburg, zieht. Dort stehen ihr ihre drei Freundinnen beim Neuanfang zur Seite.

Im August vergangenen Jahres holte Annika Bühnemann ihre Notizen zum Roman wieder hervor und fing an, die Geschichte weiter zu entwickeln. Sie zog Schreibratgeber zu Hilfe, informierte sich über den richtigen Aufbau eines Romans.

Im November 2012 stieß sie dann auf das internationale Event „National Novel Writing Month“, kurz „Nanowrimo“. Dahinter steckt eine amerikanische Organisation, die auf dem ganzen Erdball Schreibende dazu aufruft, innerhalb von vier Wochen 50 000 Wörter zu schreiben. „Das ist eine unheimliche Motivation, weiterzumachen.“ Durch die Aktion habe sie 85 Prozent des gesamten Rohtextes geschafft. Im Durchschnitt schrieb die Brakerin etwa 1600 Wörter am Tag und investierte täglich zwei bis drei Stunden Arbeit. Da musste schon einmal der Partner die häuslichen Pflichten übernehmen. Auch in diesem Jahr will sie wieder an der Aktion teilnehmen, denn ihr nächster Roman ist bereits in Planung. Und auch ein Verlag interessiert sich schon dafür.

Alles in Eigenregie

Bei „Auf die Freundschaft!“ hatte Annika Bühnemann zunächst gar nicht an eine Veröffentlichung gedacht, sondern das Manuskript erstmal drei Freunden gezeigt. Denen gefiel die Geschichte. Daraufhin machte sich die 26-Jährige im Internet über Veröffentlichungsmöglichkeiten schlau. Sie entschied sich für den Weg des Selbstverlegens und produzierte ihr Buch vom Text über das Cover bis hin zum Marketing in Eigenregie.

Zusammen mit einer Lektorin überarbeitete sie den Text, änderte Dreiviertel des Buches und investierte nochmals 700 Arbeitsstunden. Innerhalb von einem Jahr war der Roman schließlich fertig – er umfasst genau 52 929 Wörter.

„Mein Ziel war es zunächst, 100 Bücher im Monat zu verkaufen. In den ersten zwei Tagen waren es dann schon etwa 70 Bücher“, freut sich die Autorin. Bis jetzt hat die Brakerin ihr Ziel weit übertroffen. Mehr als 3000 Exemplare sind schon verkauft. Das liegt vor allem an der Marketingstrategie der 26-Jährigen, die insbesondere viel Werbung im Internet für ihr Debüt macht. Angesichts dieser Aktivitäten wurde die Brakerin für den „Virenschleuderpreis“ vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Marketingauszeichnung, die in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse verliehen wird. Wer die Brakerin unterstützen möchte, kann im Internet noch bis zum 1. Oktober für sie abstimmen.


     www.virenschleuderpreis.de