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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Ein-Mann-Band reißt das Publikum mit

18.08.2015

Burhave Tosender, langanhaltender Applaus erfüllt am Sonnabend das Loungehouse in Burhave. Ciaram Granger wischt sich den Schweiß von der Stirn und greift doch noch einmal zur Gitarre, so vehement fordert das Publikum eine Zugabe.

Mehr als 90 Minuten Programm bot der junge Australier im gut besuchten Loungehouse. Dabei sprachen wohl schon die ersten Zeilen des ersten Liedes „Pot of Gold“ manchem Zuhörer aus der Seele. „You act so surprised“ – „Du tust so überrascht“ – heißt es darin. Und tatsächlich fällt es zunächst schwer, Ciaram Granger mit Blues und Rock in Verbindung zu bringen. Barfuß, bärtig und mit großer Base-Cap erinnert er eher an einen Surfer als an einen Blues-Sänger und Gitarristen. Zwar surft der Australier tatsächlich, aber schon beim dritten Lied, einer Cover-Version von „Next Door Neighbor“, wird klar: Blues kann er auch – und zwar richtig gut.

Die Heimatstadt des 28-Jährige ist Adelaide. Ans andere Ende der Welt hat ihn die Konzertreihe „Songs & Whispers“ verschlagen. Auf Augenhöhe mit den Zuschauern, hatte sich Ciaram Granger im Loungehouse sein kleines, musikalisches Reich eingerichtet. Zwei Gitarren, Mundharmonika, Cajón und ein paar Effektgeräte – das muss an diesem Abend reichen für den Mann, der daheim gewöhnlich mit einer Band auf der Bühne steht.

Und es reichte vollauf. Den vollen Sound einer Band vermisste man beim Solo-Auftritt des Musikers nicht. Abwechselnd eine Lap-Steel- und eine zwölfsaitige Westerngitarre nutzend, schuf Ciaram Granger mitreißende und bewegende Melodien. Seine rauchig-sonore Stimme gab der Mischung aus Blues, Rock und leichten Pop-Einschlägen das gewisse Extra oben drauf.

Der Australier spielte vornehmlich Songs aus seiner aktuellen CD „Ciaram Granger“, gab aber auch Ausblicke auf sein neues Album, das in Kürze erscheint. Seinen Stil hat er bei Auftritten rund um den Erdball entwickelt. Afrika, Südamerika und der Nahe Osten fehlten ihm noch, sagte er, ansonsten sei er schon überall gewesen. Die Erfahrungen, die er auf seinen Reisen gemacht hat, finden sich in den Songs wieder. Als Granger vor zwei Jahren in Deutschland zum ersten Mal in seinem Leben Schnee sah, schrieb er gleich ein Lied darüber.

Mit seiner sympathischen Art, seinem großartigen Gitarrenspiel und seiner wunderbaren Stimme zog Granger das Publikum von Song zu Song mehr in seinen Bann. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum ihn in die Butjadinger Nacht.

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

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